Bekenntnis zur AfD? Die „wahre Intelligenz“ in geschlossenen (Denk)Räumen

Unter der Überschrift „Vollversammlung der wahren Schwarmintelligenz in Erfurt“ schreibt Martin Debes von der Thüringer Allgemeine über eine Veranstaltung, federführend von Klaus Kelle, Journalist, Mitglied der CDU und der Werteunion, seit wenigen Jahren organisiert und durchgeführt.

Kelle wirbt damit, dass er in den Anfängen dieser „Vollversammlung“ auch Redner wie Jens Spahn u.a. hatte gewinnen können. Heuer stand Peter Gauweiler, langjähriger und kantiger CSU-Politiker und ehemals Staatssekretär im Bayerischen Innenministerium, zunächst auf der Rednerliste, ist jedoch dort nicht mehr zu finden. Das wundert insofern nicht, als dass sich der Kreis der Vortragenden ständig veränderte – und Jens Spahn und Co längst nicht mehr die Note dieser Veranstaltung prägen.

Vielmehr gehören heute, wie Debes schreibt, Hans Georg Maaßen, Vera Lengsfeld (für deren umstrittene Aufnahme in die Werteunion sich Kelle vehement starkmachte), Holger Thuß vom AfD-nahen EIKE e.V. und eine Studentin und Mitglied der Hayek-Gesellschaft, die auch Mitglieder wie die AfD-Bundestagsabgeordneten Beatrix von Storch, Alice Weidel und Peter Böhringer in ihren Reihen hält. (Beatrix von Storch legte man schon vor einiger Zeit den Austritt nahe). Volker Thuß machte zuletzt von sich reden, als er im Vorfeld einer Konferenz von EIKE 2018 den Reporter Achim Pollmeier des Fernsehmagazins Monitor vor laufender Kamera physisch angriff und verbal attackierte. „Kann ja mal passieren“.

Zum Thema „Die Familie stärken“ moderiert Hedwig von Beverfoerde. Beverfoerde ist Teil der Zivilen Koalition von Sven und Beatrix von Storch. Die Organisation „Demo für alle“ wird übrigens auch vom bayerischen Landesverband der Werteunion als Kooperationsparter auf deren Facebook-Seite erwähnt.

Jeder, der Peter Gauweiler einmal bei einer Veranstaltung erleben durfte (ich sah ihn mit äußerstem Vergnügen bei einer der legendären Podiumsdiskussionen mit Dieter Reiter, dem „roten Oberbürgermeister“ Münchens), weiß, dass er zwar streitbar und offen im Gespräch nach allen Richtungen hin ist, aber niemand, der sich mehr oder weniger „hinterrücks“ in einen Rednerkreis hinein vereinnahmen lässt, der in sich thematisch und ideologisch geschlossen ist, und Gauweiler, ohne es zu wissen, ein Bekenntnis damit nach außen abliefern würde. Dazu ist er halt zu sehr politischer Fuchs, um das nicht im Ansatz zu erkennen.

Unter den Gästen finden sich ferner profilierte AfD- und Werteunion-Funktionäre und -Mitglieder. Der Kreis der Angemeldeten darüber hinaus ist illuster und meldet für sich an, die „wahre Schwarmintelligenz“ zu sein. Meiner Information nach reist nahezu der gesamte geschäftsführende Bundesvorstand der Werteunion zum Pas de deux mit der AfD in Erfurt an – wohltuenende Ausnahmen bestätigen die Regel. Von der Teilnahme des Vorsitzenden, Alexander Mitsch, ist hingegen nichts überliefert. Seine Reaktion jedoch auf die Ereignisse der Berlin-Demos, nämlich, man müsse jetzt doch auch die Linksradikalen und nicht nur die Rechtsradikalen vermehrt beobachten, spricht hingegen Bände und ist Zeugnis für ein fast schon anrührend infantiles Politikverständnis und/oder Unbedarftheit gegenüber den aktuellen Geschehnissen und Entwicklungen. Es sei denn …

Schwarmintelligenz an sich ist etwas Gutes – Herdenverhalten und -trieb hat man am vergangenen Wochenende in Berlin erlebt. Es bleibt offen, worum es sich bei dieser Veranstaltung in Erfurt dann im Effekt letztlich handeln wird. Einigen wir uns auf „Sammlungsbewegung“?

Gauweiler kommt also nicht. Das ist auch besser so, denn Kelle sagt (per Mail-Antwort) gegenüber Debes:

„Ich bin überzeugt, bei Migration und Sicherheit – innerer wie äußerer – bei Marktwirtschaft, Familie, in Teilen EU und beim Gender-Gaga wäre eine andere Mehrheit vorstellbar.“ Diese Mehrheit kommt aber nicht zum Tragen, „weil die Protagonisten nicht miteinander reden wollen“.

Dies ist ein klares Bekenntnis zur Kooperation mit der AfD. Anders ist das nicht zu interpretieren.

Seitens der CDU ist hier der Sack sicherlich final zu. Lengsfeld betonte zwar (auch im Werbeblatt „Der Wahlhelfer“), dass für sie eine Kooperation mit einer AfD, in der Höcke wirkt, nicht vorstellbar ist. Aber Höcke, Kalbitz und Co stehen nur namentlich für „den gärigen Haufen“ (Zitat Gauland), der eben alle Strömungen innerhalb dieser Partei erfasst und erfassen soll. Trotz Kalbitz‘ Rauswurf. Man kann diese Personen nun abscheren, deren Geist hat sich jedoch manifestiert. Und wie umfangreich dieses Spektrum ist, muss man nicht dezidiert entdröseln. Schließlich reicht der Ton bis hin zum nationalen Sozialismus. Lengsfeld will eine Kooperation mit der AfD, aber ohne Höcke. Das ist offenkundig.

Worüber also sollte man laut Kelle reden? „Eine andere Mehrheit“? Das heißt am Ende: Koalitionen (auf Länderebene, wie sich dies Lengsfeld und Co im „Wahlhelfer“ eindeutig wünschen?), nicht nur Gespräche.

Der Teilnehmerkreis bei diesem Treffen in Erfurt dürfte genauso illuster sein wie das breite Spektrum der Teilnehmer an den Berlin-Demos Ende August. Blickt man sich in den Social Media um, so stellt man fest, dass bislang völlig „unverdächtige“ Stimmen urplötzlich Reichsbürgertheorien zumindest für vertretbar halten. Die Organisation Querdenken verkündet, dass man an einer neuen Verfassung stricke, denn letztlich sei das Grundgesetz untauglich, welches ihnen allerdings gerade diese Demos und die Meinungsfreiheit – und sei die Meinung auch noch so abstrus und verschwörungstheoretisch – erlaubte.

Kelle erlaubt in der Facebook-Gruppe, die es zu dieser Veranstaltung gibt, keinerlei Diskussionen, sondern nur Absprachen, die die Anmeldungen direkt betreffen. Das ist klug von Klaus Kelle, denn fänden dort Diskussionen statt, bildete sich ein schillernder Regenbogen an Ideologien, Weltbildern und aber auch an Verschwörungstheorien. Querfront. Man braucht sich lediglich die Mühe zu machen, einmal die Äußerungen der Teilnehmer oder der Gruppenmitglieder auf deren Facebook-Chroniken zu betrachten. Das ist schon von daher keine Veranstaltung, die anmelden könnte, ein konservativer Thinktank werden zu wollen oder gar, wie Kelle in einem anderen Interview kürzlich sagte, der Start zu einer neuen deutschen CPAC-Konferenz.

„Der Schwarm“ ist ein Sammelbecken von Goldfischchen, neurechten Hechten (16 AfD-Parlamentarier sollen kommen) und bis hin zum Karpfen, der in politischem Brackwasser dümpelt.

Die Querfront zeichnet sich schon seit einigen Jahren ab. Sozialistische und kollektivistische Ideen finden sich übrigens gerade auch beim „Flügel“ der AfD (den es nur auf dem Papier als Organisation nicht mehr gibt). Die AfD ist keine konservative Partei und war es mutmaßlich noch nie.

Zur Definition Querfront:

„Als Querfront im engeren Sinn werden antidemokratische Strategien in der Weimarer Republik bezeichnet, die gegensätzlichen Ideologien des Nationalismus und des Sozialismus zu verbinden, um die politische Macht zu erringen. Solche Bündnisse strebten Vertreter der Konservativen Revolution seit etwa 1920 theoretisch, der damalige Reichskanzler Kurt von Schleicher 1932 praktisch an.

Als Querfront im weiteren Sinn bezeichnet man die Zusammenarbeit oder Vermischung linker und rechter Positionen, um die Zustimmung zu anti-emanzipatorischen Positionen zu vergrößern und Lager-übergreifende Aktionsbündnisse „quer“ zu bestehenden links- und rechtsgerichteten politischen Standpunkten herzustellen. Dies versuchten Teile des deutschen Neonazismus wie auch linksgerichtete Gruppen und Parteien mit nationalistischen Tendenzen.“

(Wikipedia)

Gestern sagte mir jemand, Jürgen Elsässer, der mMn in diesem politischen Segment der Neurechten wie kein Anderer für diesen Begriff „Querfront“ steht (schon allein aus seiner Vita heraus), habe gesagt, auf diesen Moment habe er seit 30 Jahren gewartet.

Wir erlebten, wie am vergangenen Wochenende Parlamentarier der AfD mit Schildern demonstrierten, auf denen Politiker und Journalisten in Sträflingskleidung zu sehen waren. „Schuldig!“ gesprochen. Politische Protagonisten dieses Spektrums, die vermeintlich „Law & Order“ vertreten wollen, lassen ihre Masken fallen und zeigen sich als undemokratisch und außerhalb dessen, wofür wir als Gesellschaft gerade auf der Grundlage unserer Verfassung stehen.

Es ist zu vermuten und steht zu befürchten, dass Erfurt und Kelles Veranstaltung, die diejenigen zusammenbringen will, die sonst nicht miteinander reden, tatsächlich diejenigen zusammenbringt, die jetzt miteinander reden wollen:

Ein Sammelsurium an Menschen, die repräsentativ für gegenwärtig Viele stehen, die sich in all diesen Positionen nicht durch das Parteienspektrum repräsentiert fühlen und die gemeinsam das Momentum wittern, im Sinne Elsässers hier – auch Corona-bedingt als Auslöser, aber nicht als Ursache – ein geöffnetes (Zeit)Fenster zu sehen, in das sie steigen können.

Der Veranstaltungsort in Erfurt ist geheim – und Presse ist nicht erwünscht. Was Letzteres über den Journalisten Kelle sagt, lasse ich in den Raum hineinschwingen.

Ich jedenfalls lese aus der Äußerung Kelles gegenüber der Thüringer Allgemeinen zwei wesentliche Punkte heraus:

„Die Schwarmintelligenz“ ist quasi eine Kaffeefahrt nach Erfurt, in der man die Werbetrommel für eine Koalition („andere Mehrheit vorstellbar“) zwischen den Unionsparteien und der AfD wirbt. Der politische Staubsaugerverkäufer Kelle?

„Die Schwarmintelligenz“ will Brücken bauen zwischen Menschen, die auf dieser Basis „miteinander reden“ – und mutmaßlich möglichst viele Weltbilder vereinen möchten.

Ein legitimes Anliegen. Nur eben auch ein Bekenntnis zur AfD und weg vom Wertekonservativismus, dsich hier keinesfalls mehr finden kann und nicht mehr abgebildet wird. Auch natürlich weg vom Christdemokratischen und letztlich Christlichen, für das Kelle ebenso stehen möchte.

Wer ausblendet, dass die AfD ein vehementer Gegner der christlichen Kirchen und auch des Christentums als solchem ist und Politik (aus Eigennutz) zum Semireligiösen erhebt, der hat nichts aus der Geschichte gelernt und darf auf sich nicht mehr als das anmelden, dass der Gottesdienst, der in Erfurt am Sonntagmorgen stattfinden soll, nicht den eigentlichen Geist, der da über Erfurt schwebt, zum Ausdruck bringt.

„Das Schwarmintelligenz-Treffen“ in Erfurt ist kein offener Austausch, sondern der Wunsch nach einem Netzwerk von Gleichdenkenden: die „wahre Intelligenz“ in geschlossenen (Denk)Räumen.

Wie die Demo in Berlin auch entsteht hier ein Sog, der alles einzieht, was eben nicht für Interaktion, Kommunikation und konstruktiven politischen Streit steht. Solche Veranstaltungen entziehen sich dem bitter notwendigen Streit, indem man das Gemeinsame sucht, das sich abschließt, aber möglichst Viele mitnimmt in diese Verschlossenheit. Nein, kein Widerspruch: der Kooperationswunsch mit der AfD ist nicht „offen sein für alles“, sondern sich zurückzuziehen und politisch zu verdichten. (siehe weiter unten)

Hier finden sich solche genauso wieder, die vom problematischen „internationalen Finanzkapital“ schwadronieren (eine Paraphrase übrigens von Antisemiten, die den Begriff „internationales Finanzjudentum“ scheuen), als auch jene, die derzeit ein großes Problem damit haben, sich an veränderte äußere Bedingungen (hier: Corona-Krise) und damit an eine neue (Lebens)Realität anpassen und adäquat darauf – innerlich wie äußerlich (Resilienz) – darauf reagieren können.

Die Komplexität der Welt will einfach nicht erfasst werden. Die Komplexität von politischen Entscheidungsprozessen wird auf einfachste Phrasen und Lösungsansätze verkürzt.

Das ist das Geschäftsmodell der AfD – und dieses scheint Lengsfeld, Kelle, der Werteunion auch zu eigen zu sein. Es findet zusammen, was zusammengehört.

Ein lieber Freund (einer der genialsten und menschlich tiefgründigsten Politologen, die ich kenne) schrieb mir dazu gestern – und es meint hier genauso die Demos in Berlin wie die Veranstaltung Kelles in Erfurt und aber auch das, was auf Kelles und Lengsfelds Agenda zu stehen scheint:

„Das Thomas-Theorem sagt ja:

If men define situations as real, they are real in their consequences.

Die sind in ihrer eigenen Welt zuhause und in der ist auch definiert, wer Freund und Feind ist. Da wir immer mehr »Weltwissen« für die interdependenten Entscheidungskaskaden haben müssen, aber zumeist unser intellektuelles und ideologisches Kleinkleckersdorf nicht verlassen, kürzt der eine oder andere die »harte Vertikalspannung« zu mehr Wissen und Weltverständnis auf seine Weise ab.

Es kann gar nicht einfach genug sein. Und auch der Marxismus erinnert mich an eine antikapitalistische Verschwörungstheorie, da sich ja in ihm die Welt nach festen Gesetzen vollzieht.

Und plötzlich ist wieder alles so leicht, man erkennt gut und böse, das ist alles wahnsinnig entlastend.

Arnold Gehlen schrieb die Kraft der Entlastung den menschlichen Institutionen zu, die Weichen stellen und daher von eigenen Entscheidungen entlasten. Die Massenmedien sind eine solche Institution, denn auch sie tragen dazu bei. Und zwar für die überwiegende Anzahl der Menschen.

Und wer diesen Drittinformationen nicht vertraut – es könnte ja auch alles gelogen und gesteuert sein -, dem bleibt nichts als die »Vertikalspannung nach oben«, die anstrengende Selbsterfahrung und Wissensaneignung.

Oder die »Vertikalspannung nach unten«, der Vereinfachung von alles und allem durch die Zurückführung auf eine Monokausalität.

Meines Erachtens werden die ehemaligen Konservativen auch nicht grundsätzlich »rechter«, sondern die Gesamtentwicklung »nach unten« macht so etwas wie das Bildungsbürgertum obsolet und damit die »einfachen Wege« und die »schnelle Adhoc-Zugehörigkeit« interessanter. Für mich eine beunruhigende, aber gesamtgesellschaftliche Entwicklung, gerade auch vor dem Hintergrund der sowieso schon anwachsenden bildungsfernen Schichten…“

Die Versammlung der „wahren Schwarmintelligenz“ in Erfurt scheint solche eine „schnelle Adhoc-Zugehörigkeit“ zu generieren.

If men define situations as real, they are real in their consequences.

Es ist für sie alles real. Selbst für Kelle. Und je mehr „Austausch“ darüber stattfindet und man vom Nebenmann, den man vorher noch nie gesehen hat und ihn nicht kennt, Bestätigung bekommt, umso realer ist es. „Die Wahrheit“. „Die wahre Intelligenz“, die man sich gegenseitig versichert und zuschreibt.

Und alle miteinander sind sie dann DIE (Schwarm)INTELLIGENZ. Keiner ist wissend. Nur sie.

„Und plötzlich ist wieder alles so leicht, man erkennt gut und böse, das ist alles wahnsinnig entlastend.“ Gemeinsam. Im Schwarm. Gegen die UNwissenden und Bösen.

Man weitet sich also nicht im Austausch, sondern man verengt sich. Man tauscht nur aus: die Union gegen die AfD.

Gerade Klaus Kelle war es, der den Landesvorständen Christian Sitter und Holger Kappel sowie dem Mitglied des Werteunion-Bundesvorstands Angela Wanner (und damit auch vielen Anderen, die zwischenzeitlich ebenfalls ausgetreten sind) unflätig hinterher rief/schrieb, es gehe ihnen doch mit dem ihnen notwendig gewordenen Austritt nur „um Pöstchen“ in der Union. Klaus Kelle belegt mit dieser Veranstaltung selbst eindrücklich, worum es ging und straft sich selbst Lügen. Die Mitglieder der Werteunion verschließen nach wie vor die Augen vor dieser Entwicklung oder aber wollen diese gar?
Kelle weist sich selbst eine Mehrfachrolle in Personalunion zu:

  • die des Be-Richters (Journalist)
  • die des Richters (wieder als Journalist in eigenen Formaten)
  • die des Aus-richters (Sammlungsbewegung mit AfD)
  • die des Richtigen (die „wahre (Schwarm)Intelligenz“)
  • die des Auf-richtigen (christliche Aspekte einbinden)
  • die des Richtungsweisenden (Kooperation, um Mehrheiten zu generieren)

 

Klaus Kelle, Vera Lengsfeld und die Werteunion feiern in Erfurt sich selbst und aber auch ihre Abschiedsveranstaltung von den Unionsparteien.
FFF -> Friendship For Future mit der AfD.

Good riddance!

 

Aktualisierung:

Gerade erfahre ich über das Eule Magazin Folgendes:

„Die katholische Zeitung Die Tagespost ist offizieller Medienpartner der „5. Vollversammlung der wahren Schwarmintelligenz“, die am kommenden Wochenende in Erfurt stattfinden soll. Chefredakteur Oliver Maksan bestätigt gegenüber der Eule das Engagement der Zeitung. Man werde „im Rahmen der Medienpartnerschaft“ über die Veranstaltung berichten und habe „die Moderation eines Podiums übernommen“. Diese Aufgabe übernimmt Sebastian Sasse, Chef vom Dienst der Tagespost“

Da tun sich jetzt viele Fragen auf. Die erste Frage wäre:

weiß die Tagespost überhaupt, wenn sie zu Themen wie „Den Glauben verteidigen“ dort als Protagonist diskutiert, auf wen sie sich überhaupt einlässt? Auch hier: unter dem Anstrich, ja auch christliche Aspekte repräsentieren zu wollen, wird auf dieser Erfurter Veranstaltung ein Ablassbrief ausgestellt. So mein Eindruck in der Gesamtschau.

Die zweite Frage wäre:

Weiß die Johann-Wilhelm-Naumann-Stiftung davon, in welch illustrem Feld die von ihr finanzierte Tagespost dies tut?

Interesssant ist der Aspekt, den die Tagespost selbst neulich in einem Artikel erfasste auf die US-Wahlen bezogen: „Katholiken könnten wahlentscheidend sein“.

Und so erscheint es mir, dass man seitens der Veranstalter genau weiß, wen man mit ins Boot zu holen hat: die christlich geprägten Konservativen, die eher als Placebo mitgenommen werden und die als äußerer Schein zu dienen haben. Denn jene können gewiss nicht aus vollem Herzen der Kelle-Lengsfeld-Agenda beipflichten, nämlich eine „andere Mehrheit“ mit der AfD zu gestalten.

Aktualisierung 04.09., 15.30 UhrTweet von Philipp Greifenstein, Eule Magazin:

Mutmaßlich gilt für Weihbischof Hauke dasselbe wie für Peter Gauweiler … Nur zu spät gemerkt. Er wusste nicht, was er tut.

 

 

 

 

 

 

 

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