Beruf: Hasspredigerin – Qualifikation: Migrantin – Geschäftsmodell: Agitationspropaganda

von: Andreas Dimarchos & Ao Krippner [Tertium datur]

Eine Interview-Reihe mit Dr. Michael D.

Kulturwissenschaftler und Arzt

– Teil III

(Teil II – Als Gastarbeiter in arabischen Ländern: Blut ist dicker als Wasser

Teil I – Als Gastabeiter in arabischen Ländern: Die Wahrheit wird nur schlecht vertragen)

 

Tertium datur:

Michael, nachdem Du uns in den ersten beiden Teilen der Artikelserie viele Unterschiede zum Leben in den unterschiedlichen Kulturkreisen (Deutschland/Mitteleuropa vs. Orient) aufgezeigt und entsprechend das so grundsätzlich andere Frauenbild aufgezeigt hast, hatten wir uns darauf geeinigt, einmal ein wenig anschauliche Praxis einfließen zu lassen. Wir hatten das Verhalten gerade von Migrantinnen, die aus dem arabischen Raum oder der Türkei stammen, herausgestellt.

Mit den Reaktionen auf den Honigtopf, den wir mit dem Artikel  „Ohne Studium und Ausbildung“ und stolz darauf. Das Frauenbild einer Muslima in Deutschland (klick) aufgestellt haben, möchten wir mit Teil III unserer Reihe fortfahren.

Die Reaktion der im Artikel Angesprochenen war zunächst einmal diese hier:

Dr. Michael D.:

Ich bin absolut dafür, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Schließlich ist diese Klientel sehr laut, sehr fordernd und sehr eindimensional.

Eine Auseinandersetzung mit diesem „Geschäftsmodell“, also mit einer brachialen Form der Hassrede, welche durchaus von der Anhängerschaft positiv gesehen wird und aus Teilen unserer Gesellschaft heraus sogar gutgeheißen wird, ist dringend notwendig.

Es sind ja Migrantinnen, die sich da äußern, sich zudem gleichzeitig mit einem unsäglich aggressiven Geschlechterbild zu Wort melden, und das alles wird unreflektiert und unkritisch bejaht.

Teritum datur:

Was ist also Dein persönliches Anliegen in dieser Sache? Wir haben ja viel über Frauen im und aus dem arabischen und türkischen Raum gesprochen.

Dr. Michael D.:

Ich denke, es ist nun an der Zeit, diese Angelegenheit einmal auf einen sachlichen und konstruktiven Boden zu stellen. Es geht ja um die zweite oder dritte Generation von Migranten und um solche, die ganz neu zu uns gekommen sind.

Es geht aber auch um das Umfeld und die Anhängerschaft der Leute wie dieser Migrantin in unserem Beispiel. Ich denke nicht, dass diese Anhängerschaft so verblödet ist, um dauerhaft diesen Zauber und die Show mitzumachen und Leuten wie dieser Frau ein Podium zu bereiten.

Diese Leute sehen doch auch, dass uns einfach Typen auf der Nase herumtanzen wollen, die von uns meistens zudem finanziert werden und die letztendlich nichts Besseres mit den Freiheiten in unserem Land anzufangen wissen, als Jauche über unseren Köpfen auszukippen.

Ich bin überzeugt davon, dass ihnen dieses Gebaren auch bald peinlich werden wird, weil ja am Ende nichts dabei rüberkommt als ein virtuelles Schlachtfeld zu bereiten. Diese Tweets hier zeigen das sehr deutlich auf:

https://twitter.com/PeterZobel4/status/1104715235846426624

Tertium datur – Ao:

Ich erinnere mich an meine Kindheit und Jugend. Da ich in einem von der Automobilindustrie geprägten Ballungsgebiet aufgewachsen bin, teilte ich die Schulbank mit Griechen, Portugiesen, Italienern usw., deren Eltern in den 60ern und 70ern nach Deutschland kamen. Rückblickend kann ich mich an keinerlei Probleme zu  Fragen wie der Integration erinnern. Wenn ich meine Freunde von damals heute sehe, so stelle ich fest: sie haben allesamt „tough“ einen akademischen Weg eingeschlagen. Das Geschrei, das derzeit stattfindet, verfolgen sie nur kopfschüttelnd und verständnislos. Wohlgemerkt: wir sprechen von Verhältnissen von vor ca. 40 Jahren! Von Rassismus, Benachteiligung und dergleichen können sie nicht berichten. Woran liegt es also, dass wir uns nach so langer Zeit des homogenen Zusammenlebens und dem Beweis, dass Deutschland sehr wohl aufnahmefähig und auch -bereit ist, derartiger Aggression und Destruktion gegenüberstehen sehen? 

Dr. Michael D.:

Für mich spielt bei diesem aggressiven Frauentyp aus dem islamischen Raum die Rezeption des sogenannten neuen Feminismus eine Rolle. Das ist im Gegensatz zum wirklichen Feminismus einfach erstmal nur eine „Kinderreaktion“, also:

wenn ich merke, dass sich meine Eltern ärgern, haue ich nochmal extra auf die Blechtrommel. Ob das jetzt irgendwie noch gewinnbringend ist, steht überhaupt nicht zur Diskussion, sondern es geht einfach nur darum, Krach zu machen. Das neue Verständnis von Frauen, die sich dann „Feministinnen“ nennen, jedoch ein kindliches Ich oder das eines Teenagers, der in den Widerstand geht um des Widerstands willen? Der Ausbruch aus dem stark restriktiven muslimischen Elternhaus, um das dann auf unserem Rücken fortzusetzen? Ein erwachsener, emanzipierter Mensch – ob nun Frau oder Mann – hat doch solch ein Verhalten längstens mit der Teenagerzeit abgelegt.

Eine andere Geschichte, die viele Leute wundert, die das von außen her betrachten: es werden weniger Stimmen von Frauen aus muslimischer Kultur veröffentlicht, die sagen:
„Ich bin wahnsinnig froh, als Frau hier zu sein, denn hier kann ich mich entfalten.“

Ich habe einen Beitrag von einer afghanischen Polizistin gelesen, die ihre Vergangenheit beschreibt: ihr Ehemann, der sie in Afghanistan lebensbedrohlich gestalkt hat. Sie musste vor diesem Kerl hierher fliehen und hat ihre Ausbldung bei uns genutzt und ist Polizistin in Kabul geworden. Sie hat sich fest vorgenommen, nicht nur sich selbst zu schützen, sondern die Frauen in Afghanistan.

Ihre Beschreibungen und das Bewusstsein dahinter unterscheidet sich so fundamental von den Äußerungen einiger präpotenter Luxusgören aus diesem Kulturkreis, die hier bei uns unreflektierten Hass ausschütten.

Tertium datur:

Ist dies nicht alles sehr widersprüchlich, wenn sich diese Frauen – wie jene in unserem Beispiel – den Feminismus auf die Fahne schreiben?

Dr. Michael D.:

Natürlich gibt es nichts Widersprüchlicheres. Es steckt ja auch Neuankömmlinge an. Ihnen wird etwas erzählt, was nur in ihren eigenen Köpfen entstanden ist. Zudem wird das Kopftuch zum Kampfanzug gegen alles „Deutsche“ erhoben.

Man fordert von der deutschen Gesellschaft Toleranz und Akzeptanz, und trägt aber Embleme einer Kultur vor sich her, die genau das Gegenteil von Toleranz und Akzeptanz sind.

Das ist ein gravierender innerer Widerspruch. Anstatt sich diese Frauen für Frauen ihrer Herkunft einsetzen, begegnen sie den hiesigen Männern und auch den Frauen herabwürdigend und nageln sie mit der Vehemenz der Inquisition ans Kreuz. Es ist einfach nicht zu verstehen. Sicherlich wären auch die Männer hierzulande bereit, mit ihnen für Frauenrechte von unterdrückten Frauen im islamischen Raum zu kämpfen.

Mir kommt das alles so vor, als würden diese Migrantinnen von einem Kriegs- in ein Friedensgebiet ziehen, mit Bajonett und Pistole am Gürtel, und forderten uns mit vorgehaltenen Waffen zum Frieden auf, indem sie uns den Krieg erklären.

Tertium datur:

Der Artikel heute wurde überdurchschnittlich häufig gelesen. Mittlerweile sind es einige Tausend Leser, die sich dafür interessierten, was uns zeigt, dass es – „hüben wie drüben“ – die Gemüter stark erregt und beschäftigt. Uns erreichten demzufolge heute viele Zuschriften per Mail von Lesern des Honigtopf-Artikels. Eine darunter ist diese hier. Da Du ja über 30 Jahre in den Räumen vorort gelebt hast: wie beurteilst Du das im Hinblick auf diesen Leserkommentar?

„Bei vielen dieser Migrantinnen kommt noch hinzu, dass sie m. E. andere, persönlichere Konflikte auf die (deutsche) Gesellschaft überträgt, weil man den Hass da gefahrlos auskotzen kann.

Sozusagen eine missglückte Selbstheilung.

Aber das kann man öffentlich natürlich nicht so sagen, weil es zu sehr ins Persönliche geht und man sich dabei ziemlich aus dem Fenster hängt. Gibt überhaupt extrem viele Borderliner in diesem Spektrum, die diese Form einer „psychischen Autoimmunerkrankung“ mit allem Nachdruck wie einen kategorischen Imperativ der Gesellschaft aufzwingen wollen, um sich selbst zu entlasten. Aber sowas zu schreiben, ist natürlich heikel.“
(Leserzuschrift von P.Z.)

Oder auch Tweets wie dieser hier, der Verständnislosigkeit ausdrückt, aber zu erklären versucht, warum Ao heute mehrfach von der Anhängerschaft dieser Migrantinnen als „frauenfeindlich, „rassistsch“, „brauner Dreck“ und sogar als „Nazi“ bezeichnet wurde, um noch die freundlichere „Fanpost“ herauszugreifen.

Dr. Michael D.:

Das Tragische ist doch: dieses Szene an bloggenden, Deutschland kritisierenden Migrantinnen – und weniger Migranten – ist dermaßen ins Kraut geschossen, sodass man das ruhig eine Propaganda-Industrie nennen kann. Es wird zum erfolgreichen Geschäftsmodell, weil Fernsehsender, Zeitungen etc. sich nicht entblöden, diesem Tun eine öffentliche Bühne zu bieten. Noch dazu ohne den ausgleichenden Gegenstimmen von sich konstruktiv und reflektiv äußernden Migranten ein ebensolches Podium zu bieten. Also ohne die unzählbaren Erfolgsmodelle der Migrationsgeschichten hervorzuheben.

Es ist nicht etwa verwerflich, diese Bühne zu bieten, weil wir keine kritischen Stimmen hören wollten oder sollten: wir sind eine Demokratie und wir sind freiheitlich, weil wir auch mit Kritik umgehen müssen und dies auch können. Es steht jedem frei, dies zu tun. Was aber nicht freistehen sollte, ist, dass man damit ein Podium der Zerstörung bietet, indem man massenweise ausschließlich gerade diese Leute auftreten lässt, die durch einseitige und propagandistische Darstellungen als bedauerlichen Nebeneffekt Fremdenfeindlichkeit schüren. Denn jeder weiß: nicht der, der am lautesten schreit, hat recht, und es ist Unrecht und unlauter gegenüber der überaus großen Mehrheit der Migranten, die eine ganz andere Geschichte für unser Land geschrieben haben.

Als Träger dieses Geschäftsmodells dient dabei die Opferrolle: man ist per se als Migrant oder Migrantin Opfer. Ein Nachweis, ob das jetzt tatsächlich so ist, also ob die eigene Erfolglosigkeit auf den vielzitierten Alltagsrassismus zurückzuführen ist, verlangt die Gesellschaft eben nicht oder die berechtigte Forderung nach dem Nachweis wird unterdrückt.

Tertium datur:

Demnach erzeugen diese Agitatoren keine Debattenkultur, sondern das Gegenteil davon: Gesprächsverweigerung, weil es nur Sender, aber kein Gespräch, keinen Dialog  gibt?

Dr. Michael D.:

Ja, so kann man das sagen. Solche Personen erzeugen einfach eine Autorität einzig aus dem Umstand heraus, Migrantin zu sein. Dabei ist dann die Qualität des Blogs oder der Äußerung zweitranging. Man kann behaupten, was immer man will.

Kontrolle durch Dialog, Debatte und Auseinandersetzung gibt es nicht. Die Bühne wird geboten durch Presse, Funk, Fernsehen. Organe, also Blätter und Sender, die sich geradezu damit hervortun, solchen Leuten eine Bühne zu bieten, beschädigen ihre journalistische Qualität damit enorm.

Die Schuld für eigenes, persönliches Versagen wird eben pauschal in der deutschen Gesellschaft gesucht. Journalisten, die ihren Beruf ernstnehmen und oftmals jahrelang dafür kämpfen müssen, um eine prominente Kolumne zu bekommen, in der sie ihr journalistisches Handwerk und ihr Vermögen einfließen lassen können, fallen dabei hinten runter.

Diese Agitatoren oder, wie sie sich selbst nennen, Aktivisten kommen dann ins Fernsehen und quälen uns und unseren Intellekt von ihren bequemen Gastsesseln der TV-Formate aus, … mit unbelegten, unqualifizierten Äußerungen. Die Eintrittskarte dafür ist nicht der seriöse Journalismus, sondern billige Stimmungmache, also Populismus reinsten Wassers. Für seriöse Journalisten muss das ein Schlag ins Gesicht sein und ein Hohn für alle Menschen, die auf ehrliche, lautere Art und Weise ihren Berufen nachgehen.

Der „widerliche deutsche Nazi-Staat BRD“, der von „widerlichen weißen alten Männern“ bestimmt wird, der ihnen aber eine Infrastruktur ermöglicht, die sie in ihrem Ursprungsland so niemals bekommen hätten – denn deshalb sind sie ja wohl hier her gekommen -, darf möglichst stumm duldend eins ums andere Mal diesen Kübel Jauche über sich gießen lassen.

Tertium datur:

Wo siehst Du also die Ursache für dieses Auftreten?

Dr. Michael D.:

Warum dieses Verhalten gerade bei den Migrantinnen aus einem bestimmten Kulturkreis vorkommt und warum es so auffällig viele sind, die so auffällig militant auftreten, … darauf kann sich jeder selber einen Reim drauf machen.

Man kann nur vermuten, dass sich dahinter irgendwelche sozialen Phänomene verbergen. Was sich dahinter ganz sicherlich nicht verbirgt, ist ein echtes, ehrliches Anliegen.

Man sieht doch auch sehr genau, was passiert, wenn Migranten und Migrantinnen ihre Kritik an den Kulturkreis oder die Religion richten, aus der sie stammen: das reicht bis hin zu Fatwas, die ausgesprochen werden und die ihnen ein sicheres Leben hierzulande  nur noch unter Polizeischutz ermöglichen.

Von daher wundert es einen nicht, wenn man mutmaßt, welche Stoßrichtung wohl die Stimmen dieser anderen Migrantinnen haben, wenn sie unter Beifall auch von fundamentalistischen Seiten so lautstark unsere Gesellschaft in Schutt und Asche quatschen. Im vorliegenden Falle wurde doch heute in der Diskussion bei Twitter offenkundig, das besagte Migrantin auch mit der PKK sympathisiert. Immerhin einer in Deutschland verbotenen terroristischen Vereinigung.

Dass dieses Land in irgendeiner Weise dafür gewertschätzt wird, dass sie ihre Meinung – und sei sie noch so krude und aggressiv und militant – frei und unbehelligt und geschützt durch Recht und Gesetz und durch die Werte, die wir leben, äußern dürfen, erfährt man an keiner Stelle.

Legte man dies alles endlich mal auf den Tisch, so erkennt man diesen großen Kontrast zwischen diesen Traktaten der Hasspredigt und den Äußerungen von Migranten, die gerade deshalb hier sind, weil sie unsere Art zu leben schätzen und als gewinnbringend für ihr eigenes Fortkommen nutzen.

Tertium datur:
Was denkst Du, wie man diesem Phänomen begegnen kann?

Dr. Michael D.:

Unsere Gesellschaft sollte solchen Leuten zumindest mit dieser Einseitigkeit keine Bühne mehr bieten und sie sollte solche Leuten nicht noch künstlich hochpuschen.

Sie verdienen es schlicht und ergreifend nicht und fallen all jenen Migranten in den Rücken, die unter Einsatz ihres Willens und schließlich ihrer Kompetenz als Mensch und als wertvolles Mitglied unserer Gesellschaft ihre Existenz in unserem Land aufbauten. Der Beispiele hierfür gibt es mehr als die öffentliche Wahrnehmung aufgrund dieser Krakelerinnen noch zur Kenntnis nehmen könnte.

Leider haben uns diese Migrantinnen nichts zu sagen, sondern repetieren wie Papageien nur Floskeln und ideologische Formeln und Phrasen, die nur noch von Leuten, die grundsätzlich destruktiv wirken, positiv aufgenommen und verstärkt werden.

Ich bin der Meinung: wir sollten das einfach nicht noch hofieren, sondern ohne Scheu frei und klar unsere Meinung dazu zum Ausdruck bringen, auch wenn dem wiederum mit Phrasen wie „Rassismus“, „Fremden- oder Frauenfeindlichkeit“ begegnet wird.

Das sind wir uns und all den Migranten schuldig, die unsere Gesellschaft positiv prägen.

 

Teil 4 folgt.

 

 

 

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