„Brandenbur*gender Landtag“: Paritätsgesetz. Gesellschaftsquerschnitts-Lähmung?

von: Redaktion [Tertium datur]

 

Auch wir wollen natürlich etwas zu diesem künftigen Gesetz sagen. Deshalb trat unsere Redaktion bzw. die, die gerade greifbar waren, zusammen. Verhältnis: 1 Frau, 2 Mann.

Wolfgang:

Woher sollen denn all diese Frauen kommen?

Andreas:

Zu Quoten hätte ich nichts zu sagen, da ist alles gesagt. Statt Geschlechtsquoten sollte es lieber Listenbesetzung nach IQ oder Expertise geben. Wäre endlich auch mal eine Baustelle für PsychologInnen…

Ao:

(führt Protokoll)

Wolfgang:

Eine Querschnittbesetzung wäre viel effektiver! Damit die Gesellschaft auch im Parlament abgebildet wird. Und nicht nur immer die gleiche Klientel von Juristen, Beamten,  „Vermögens- und Unternehmensberatern“. Wo bleiben da die Friseure?!

Ao:

(schaut von der Tastatur auf)
Friseurinnen.

Wolfgang:

Das Tertium-datur-Demokratiemodel.

Ao:

Friseure an die Macht? Um mal endlich einigen Politikern den Scheitel zu ziehen? Andreas, was sagen Sie?

Wolfgang:

Ich fände Berufungen gut aus verschiedenen Schichten und Sparten.

Ao:

Schwierig zu realsieren. Andreas, was sagen Sie? Andreas?

Andreas:

Gesellschaftsquerschnitt, da denke ich, müsste man festlegen, wer was wann ist und wie relevant. Und dann paritätisch ausrechnen und hoffen, dass es keine Änderungen und Zuwanderungen gibt. Bis das ausgerechnet und verabschiedet ist, hätten wir Gesellschaftsquerschnittslähmung.

Aber ich verstehe, was Du sagen willst, Wolfgang.

Wir dürfen aber auch die Tiere nicht vergessen, gerade Pferde sind total unterrepräsentiert. Ich glaube Tiere gibt es sogar vielmehr als Menschen in Deutschland.

Insofern wäre ein Kreaturen-Parlament nicht schlecht, da wäre der Mensch in der Minderheit und kann endlich mal die Fresse halten…

Ao:

Andreas!

Wolfgang:

Ich meine nicht jeden … eben einen Querschnitt, wie es auch bei Umfragen gemacht wird.
Obwohl ich meine Maya lieber im Parlament gesehen hätte, als XXXXX XXXXXX (Name zensiert durch Ao)

Ao:

Wer ist Maya??? Ich dachte, Deine Frau heißt Anna?!

Wolfgang:

Maya. 

Andreas:

Wolfgang, das war überhaupt nicht gegen Dich! Sondern gegen den Quotenquatsch! Klar, das wäre auch eine Möglichkeit. Und die wäre besser als die Geschlechtsquote, ohne Frage!

Ao:

Wir unterbrechen mal kurz und ich gehe auf Stimmungsfang bei Twitter.

Hm #VolksbegehrenArtenvielfalt trendet. Oh. Artenvielfalt. Hat das mit dem Gesetz zur Parität zu tun? Einstweilen veröffentliche ich unser Gespräch erst mal.

Andreas:

Neeeeeeeeeeiiiiiiiiiin. Das war doch super-intern. Gleich heißt es, dass Andreas und Wolfgang Frauen mit Pudeln gleichsetzen. Die Folgen würde ich keinem von uns wünschen.

Generell bin ich gegen Festschreibung irgendwelcher Verhältnisse, die keinen Sinn machen. 50% aller Orangen müssten an Autofahrer verkauft werden. Aber wenn es sein muss, ich kann auch mit Quoten leben.

Wichtig ist:

 

Gute Politik wird von guten Menschen gemacht, die einander respektieren. Wenn das vermehrt auch Frauen sind: umso besser.

Wolfgang:

Gute Menschen allein reichen eben nicht, wenn alle den gleichen Hintergrund haben. Sie können bestimmte Probleme gar nicht verstehen.

 

Erste Stimmen bei Twitter:

 

 

 

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2 Kommentare

  • Gabriela

    Hurrah, ich bin prädestiniert, einen Quotenplatz zu bekommen, ich sollte mich direkt schon mal auf die Liste für die nächste Bundestagswahl setzen lassen. 😉

    1. Frau
    2. Ü 50
    3. Mutter
    4. Lesbe
    5. Migrationshintergrund
    6. Raucherin
    7. unter 1,60m
    8. Fleischesserin
    9. mein Auto fährt mit Benzin

    und bis zum Termin fallen mir sicher noch mehr „Qualitäts“merkmale ein.

    Gute Nacht, Schwester*innen und Brüder*innen!

  • Ich bin Vater von zwei beruflichen Hochleistungstöchtern, die auch noch liebende und fürsorgliche Mütter von jeweils drei Kindern sind. Darüber hinaus bin ich – kurz vor der goldenen Hochzeit – liebvoll mitmeiner Ehefrau verbunden – ich muss also bekenneder Feminist sein! Ich bin trotzdem gegen jegliche Quote – und das Ergebnis Merkel gibt mir Recht! Wenn es um die politische Volksvertretung geht kommt es auschließlich auf Eignung und Verfügbarkeit an, nicht auf Genderaspekte. Der Brandenburger Ansatz ist meiner Ansicht nach grundgesetzwidrig und irrwitzig!

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