Heilige Einfalt! AfD-Wähler: „Ich wähle auch einen Hydranten!“ (Teil 2)

Kommentar von: Ao Krippner-Rehm [Tertium datur]

Ex-AfD-Landtagsfraktionschef Plenk unter Polizeischutz

Man kann jetzt nicht behaupten, dass es mir keine Genugtuung bereitet, einen solchen Kommentar zu schreiben, passiert doch das, was unser Team und ich bereits vor zwei Jahren prognostizierten, … abgebildet an den Ereignissen im bayerischen Landesverband der AfD und in ihrer Landtagsfraktion. Man kann aber auch nicht behaupten, dass die Genugtuung darüber überwiegt, denn schließlich habe auch ich mir einst von dieser Partei so Einiges versprochen. Zuvorderst: eine Rückkehr zu konservativer Politik, die ich durch die anderen Parteien nicht mehr repräsentiert sehe.

Die Politik in unserem Staat nimmt immer mehr Fahrt in eine Richtung auf, die einem konservativen und/oder liberalen Wähler und Bürger mehr als nur Sorgen-, sondern darüber hinaus tiefe Zornesfalten ins Gesicht drückt. Die Gedanken zur Enteignung von Immobilienbesitzern, die mit dem Brustton der Überzeugung durch Habeck und die Grünen vorgetragen werden, sind nur ein tagesaktuelles Thema von vielen. Dass die Bundeskanzlerin äußert, so etwas komme unter ihrer Regentschaft nie in Frage, lässt einen nur noch mehr besorgt sein, denn gerade die Themen, von denen sie öffentlich äußerte, sie kämen nie in Frage, wurden noch am raschesten durchgesetzt und realisiert.

Zurück aber zur AfD in Bayern, der Landtagsfraktion um Ebner-Steiner und der Tatsache, dass dieser Landesverband – und sein Agieren – vielleicht einer der wichtigsten für die Durchsetzungskraft der AfD bundesweit wäre, hat sich doch hier mit der CSU die Partei etabliert, auf die der Begriff „erzkonservativ“ immer zutraf. Dieses Feld jedoch mit einer Mannschaft zu bespielen, die an Dilettantismus kaum zu unterbieten ist und die ganz offen zeigt, dass es nicht um die Durchsetzung einer politischen Agenda, sondern um das ganz indiviuelle Realisieren des Geschäftsmodelles Politik und damit eine exponierte Existenz und einen gesellschaftlichen Status geht, hatte ich bereits in diesem Artikel ausgeführt: „Heilige Einfalt! Die Strafe Gottes für die AfD?“

Ich gehe davon aus, dass man parteiintern den Umstand der Wichtigkeit dieses Landesverbandes und der Landtagsfraktion ebenso sieht. Demzufolge kann an der Personalie der Landtagsfraktion und an den Keyplayern des Landesverbandes gut abgelesen werden, welche Ausrichtung in der Partei dominiert: die des „Flügels“, der durchsetzen konnte, einen ganzen Landesverband ähnlich wie jenen im Osten auszugestalten, um nicht zu sagen, daraus einen Ableger von einer AfD-Politik nach Höckes Zungenschlag zu machen.

Man kann hier nur spekulieren, wie das passieren konnte. Naivität? Betriebsblindheit? Oder hat man nur schlicht und ergreifend im Eifer des Gefechtes und der Euphorie etwas an der Partei-, also der Mitgliederbasis verschlafen? Oder will die Parteibasis das wirklich so?

Geht man davon aus, dass viele Ex-CSU-Wähler zur AfD gegriffen haben, so kann dies aus Protest gegen die Vaporisierung des Konservativismus auch in Bayern passiert sein, aber eben auch, um einen Ersatz dafür zu finden, von dem man ausging, er setze konservative Politik im Stile der „alten CSU“ fort.

Dass dies ein fataler Irrtum des Wählers war oder gar – durch ständiges Postulieren von Phrasen wie „Strauß würde heute AfD wählen“ – durch Wählertäuschung passiert ist, ist wohl individuell nicht klar abzugrenzen.

Fakt ist jedoch: so, wie sich die AfD auf allen Ebenen zeigt, also in der Kommunikation, in der Außendarstellung, durch ihre Personalie und deren Auftreten und Agieren, und letztlich eben auch politisch, kann man sie mit Fug und Recht eben keine konservative Partei nennen. Dies hat mein Kollege Andreas Dimarchos trefflich herausgearbeitet. Das Ergebnis ist nicht wegzudiskutieren.

Grundlage hierfür ist der Wertekreis nach Professor Dr. Shalom H. Schwartz, Sozialpsychologe. Mit eingetragen sind die Sinus-Milieus, deren Anteil an der Gesellschaft Parteien anzeigen. Einmal in der „Bonner Republik“ (Bild 1), einmal in der „Berliner Republik“ (Bild 2). Als Grundlage diente ihm die Vermischung von Wertekreis und Sinus-Milieus. Das eine aus der akademischen Psychologie, das andere aus der Marktforschung. Die Grünen sind nicht berücksichtigt.

Bonner Republik

(copyright by Tertium datur. Vervielfältigung untersagt)

Berliner Republik

(copyright by Tertium datur. Vervielfältigung untersagt)

Mein Kollege Andreas Dimarchos sagt dazu:

„Ansonsten kann man die Reise der AfD durch den Wertekreis aufzeigen. Oder aber beschreiben.
Die AfD wandelte sich in ihrer kurzen Geschichte von einer liberal-konservativen Partei zwischen Union und FDP zu einer sozial-traditionalen Milieu-Partei, die – auch an Wählerwanderungen ersichtlich – mittlerweile große Schnittpunkte mit SPD und LINKEN hat.
Konservative sind damit offensichtlich nicht mehr die primär angesprochene Zielgruppe.“

Wer also behauptet, die AfD vertrete ihn als Konservativen, der irrt gewaltig.

Nun ist es jedoch nicht so, dass sich keine konservativen Mandatsträger unter den Abgeordneten der AfD befinden oder in den Reihen ihrer Funktionäre und Mitglieder keine Menschen mit konservativer Ausprägung vorhanden wären. Sie werden jedoch mehr und mehr abgedrängt, und dieser Partei wurde ein völlig anderes politisches, inhaltliches und personelles Profil aufgedrückt. Die aktuellen Ereignisse und ihre Auswirkungen in Bayern zeigen es überdeutlich. (Mir ist hier Jacke näher als Hose, deshalb stelle ich es anhand der bayerischen AfD dar. Dasselbe ließe sich aber anhand jedwedem anderen Landesverband genauso extrahieren)

Ich habe mich nun intensiv in den Social Media umgeschaut, nachdem die beiden Abgeordneten Swoboda und Plenk mit einem medialen Knall aus der AfD-Fraktion im Landtag ausgeschieden sind. Waren die AfD-Anhänger noch bis dahin erklärte Plenk- und Sowobda-Fans und hätten beide bis aufs Messer verteidigt, so vollzog sich der Schwenk zur Verurteilung beider „Dissidenten“ in Minutenstelle. „Heuchler“, „U-Boot“, „Volksverräter“ und „Pharisäer“ waren noch die erträglichsten und „vornehmsten“ Äußerungen. Eine Reflexion oder eine kritische Debatte darüber, warum Beide diesen Schritt taten, fand an keiner Stelle statt.

Dass Plenk nunmehr unter Polizeischutz steht, weil er konkrete Drohungen gegen Leib und Leben erhielt, zeigt auf, dass diese Anhängerschaft nicht mehr die Merkmale konservativer Wähler erfüllt. Der bürgerlicher/konservative Wähler indes schweigt dazu oder lässt sich gar mitreißen.

Man könnte an dieser Stelle noch sagen, dass diese Kritiklosigkeit und das Goutieren eines mittlerweile unerträglichen Klimas unter den Wählern mit der großen Hoffnung, durch die AfD ändere sich die Bundespolitik, entschuldigt sei. Ein wertekonservativer Mensch, der der AfD-Wähler und -Sympathisant eigentlich sein will und dies auch immer wieder äußert, geht hier nicht nur nicht mit, sondern positioniert sich eindeutig ablehnend!

Bei Twitter entdeckte ich zwei Tweets, die für mich exemplarisch das Klima unter AfD-Sympathisanten abbilden. Ein Jeder möge sich da dann doch selbst hinterfragen, ob es ihn wirklich noch repräsentiert und mit ihm übereinstimmt. Bitter ist für mich persönlich das unrekletierte und kritiklose Positionieren eines guten Twitter-Freundes und des Threaderöffners. (Ich führe hierzu am Ende des Artikels aus) Dieser Artikel sollte für ihn eine Herausforderung sein, diese Haltung kontroverser bei Twitter zu debattieren als er es  bislang tat. (Wohlwollend herzliche Grüße an dieser Stelle an @SomeXT)

Ich führe jetzt nicht lange aus, dass ich davon überzeugt bin, der AfD-Wähler an und für sich wählt diese Partei, damit politische Veränderungen vonstatten gehen können und/oder bestimmte Problemfelder (Asyl- und Einwanderungspolitik, Innere Sicherheit etc.) in seinem Sinne behandelt, beseitigt und mit Lösungen durchgesetzt werden.

Eingedenk der Tatsache jedoch, dass sich das Chaos – wie in der AfD Bayern – vergrößert und Sachpolitik zugunsten von Selbstdarstellung und medialer Inszenierung weit nach hinten rutscht bzw. kaum sichtbar ist, ist eine Lösung der Wähler-Anliegen kaum zu erwarten.

Ich stelle vielmehr fest, dass sich die AfD-Wählerschaft in nichts von der der CDU unterscheidet: egal, welchen Fauxpas diese vorlegt, egal, welche wirkungslosen Maßnahmen (nicht) ergriffen werden, egal, wohin diese Politik steuert: man will daran festhalten. Der AfD-Wähler ist demnach dem Merkel-Unterstützer näher als ihm lieb ist.

Vielmehr entsteht durch all dieses Tun der Effekt, der mich nach wie vor an meinem Postulat festhalten lässt:

Die AfD stützt die Kanzlerschaft Merkels. Sie etabliert diese.

Je mehr Peinlichkeiten also aus der AfD Bayern kommen, je mehr sie sich den Vorwurf gefallen lassen muss, eine Chaos-Truppe mit zwar großem medialem Donnerhall, aber mit einer immer radikaler werdenden Personalie zu sein, umso lauter knallen die Champagner-Korken im Kanzleramt bzw. in der Staatskanzlei um Söder. Die bürgerliche und konservative Wählerschaft kann sich nur von der AfD verabschieden und wird bzw. bleibt fortan politisch heimatlos.

Meine Prognose, nämlich, dass sich die AfD zumindest im Westen marginalisiert und in Bälde auf circa 7% bis 8% (maximal) einpendeln wird, ist auf dem schnellen Weg, sich zu realisieren.

Kurskorrekturen werden aufgrund des Desasters nicht inhaltlich und/oder personell vorgenommen, sondern bloß als oberflächliche Lippenbekenntnisse geäußert, mit denen lediglich die Wählerschaft beeindruckt, und als Parolen, mit der der Wähler und Sympathisant/Multiplikator bei der Stange gehalten werden soll. Es passiert jedoch nichts wirklich.

So äußerste der Bundestagsabgeordnete Petr Bystron (Wahlkreis München) über den Austritt Plenks lediglich, dass dieser ein Heuchler sei. Er springt damit auf das Trittbrett vulgärster Wortäußerungen aus einem kleinen Kreis der Wählerschaft auf, um bei diesen zu punkten. Damit macht er sich mit den Stammtischlern gemein und ist offenkundig nicht in der Lage, öffentlichkeitswirksam die Vorgänge in der AfD Bayern zu reflektieren. Die konservative oder liberale Note hat er damit längst verloren und bedient Kreti und Pleti zugunsten des Erhalts des eigenen Mandats. Eine Milchmädchen-Rechnung, geht man davon aus, dass er damit nur 5% bis 6% unter der Gesamtwählerschaft zufriedenstellt und damit weniger als ein Drittel der AfD-Wähler.

Sein Kollege Martin Sichert, ebenfalls MdB und Vorsitzender des Landesverbandes, führt hier zwar nicht eine solch einfache, primitive Klinge, aber sagt im Endeffekt dasselbe aus. Alles ist in Ordnung. Kritik ist unangemessen, unangebracht und nicht gewollt. Ebner-Steiner sei das Ideal einer Politikerin in der Landespolitik. Plenks und Sowodas Kritik und letztlich ihre Notbremse seien allem anderen geschuldet als der Tatsache, dass sich hier eine Landtagsfraktion und ein Landesverband mächtig in Brackwasser jenseits des Stromes konservativer Wähler-Präferenzen begeben haben.

Geht man davon aus, dass ein Teil der Wählerschaft genau diese Ausrichtung will, dann ist die Welt der AfD im Westen und in Bayern in Ordnung. Sie geht damit aber sehenden Auges auf die Zustimmung im Bereich knapp über 5% zu. Und sie radikalisiert und profanisiert sich.

Wähler wie ich aus dem konservativen, bürgerlichen, akademischen Milieu sind damit längst aus dem Rennen und können auch beim besten Willen keine Identifikation mit diesem Gesamtgebäude AfD mehr herstellen.
Wir sprechen hier von einem Wählerpotential von gut und gerne über zwei Dritteln.

Der konservative Wähler ist grundsätzlich ein selbstbestimmter Mensch, der reif ist und bereit, Verantwortung für sein eigenes Tun zu übernehmen. Dieselben Merkmale und dasselbe Profil wünscht er sich von den Vertretern, die er wählt.

Eine Gefolgschaft, wie in diesen beiden obigen Tweets dargestellt und welche sich in sehr vielen Äußerungen in den Social Media abbildet, ist ihm fremd.

Der konservative Wähler geht davon aus, dass Maßnahmen und Anstrengungen, die er unternimmt, zu einem nachhaltigen und konstruktiven Ergebnis führen. Er wählt nicht um des Wählens Willen oder weil er seine eigene Ideologie durchgesetzt wissen möchte, sondern weil er sich Konkretes davon verspricht. Der Notwendigkeit von Veränderungen, Problemlösungen etc. entsprechend.

Exemplarisch ist an der AfD Bayern nicht nur ablesbar, dass sich bis heute keine Ernsthaftigkeit, Seriosität und Professionalität bei den Mandatsträgern eingestellt hat (siehe Äußerungen bzw. Reaktionen von Sichert und Bystron), sondern auch, dass darüber hinaus die eigenen Pfründe wichtiger und die eigenen Irrtümer und falsches Abbiegen auf dem Weg manifestiert werden sollen.
Ich lese hieran zudem eine falsche Wahrnehmung seitens dieser Protagonisten ab, die sich an jenen, die im lautesten posaunen, diesbezüglich orientieren und bestätigt sehen möchten, doch alles richtig gemacht zu haben. Kritisch bis fatal wird solch ein Irrtum jedoch dann, wenn diese lauten Äußerungen der bedingungslosen Gefolgschaft auf das gesamte Wählerpotential irrtümlicherweise hochgerechnet werden. Hieran zeigt sich die völlige Überbewertung und demzufolge Falsch-Analysen der Zugriffe und „Upvotes“ in den Social Media.

Hinzu kommt eine noch immer im Raum stehende mögliche Beobachtung durch den Verfassungsschutz. Mandatsträger und aber auch Funktionäre, denen eine solche massiv zum Nachteil ihrer Existenz gereichen wird, müssen zukünftig an dieser Stelle einfach das Handtuch werfen und zwangsläufig die AfD verlassen. Dass die VS-Beobachtung ein politisches Instrument des politischen Gegners ist, liegt auf der Hand. Die AfD (Bayern) unterlässt jedoch nichts – siehe Ebner-Steiners „Politik“ in Bayern, siehe Wortäußerungen von Abgeordneten wie Winhart -, um alle Gründe dafür zu liefern, dass es tatsächlich zu einer Beobachtung kommen wird. Sie selbst, als Apologetin und Aktivistin des „Flügels“ um Höcke, wird ja bereits durch einer Vorermittlung unterzogen. Dumm, wer denkt, dass trotz dieser deutlichen Warnschüsse und Wortäußerungen von Plenk und Swoboda, alles richtig ist und genau so wie bisher weitergehen kann.

Dumm ist es nur dann nicht, wenn man genau dieses im Sinn hat: das Ausmerzen von konservativen Vertretern innerhalb der AfD und das Zerren in eine rechts-extreme Richtung, die zwei Drittel der Wählerschaft ebenso verlassen wird wie die Herren Sowoboda und Plenk.

Es ist eine Mär, dass sich Repräsentanten des Konservativismus und des nationalen Sozialimus dauerhaft innerhalb der AfD vertrügen und miteinander im „gärigen Haufen“ agieren könnten. Zu verschieden ist doch der Anspruch an Außendarstellung, Inhalte und politischem Tun.

Kommt es nicht endlich zu einer „Revolution“ innerhalb der AfD und hier vor allem in der AfD Bayern, in der die Konservativen und Bürgerlichen das Ruder definitiv in die Hand nehmen, zeigt die AfD zumindest im Westen und eben in Bayern ihr wahres Gesicht: das einer Bewegungspartei mit sich profilierenden Glücksrittern, die weder in der Lage sind, seriöse Politik zu gestalten, noch Willens, den konservativen, bürgerlichen, liberalen Wähler zu vertreten.

Was die „gefühlte“ Zustimmung, repräsentiert durch kritiklose, laute, wenig Denkvermögen einsetzende Anhängerschaft in den Social Media angeht, so kann man hier jedwedes Modell ansetzen, das das Funktionieren von Sekten und deren Strukturen erklärt. Dieses gilt im Übrigen auch für das scheinbar (!) konträr agierende politische Lager „der Linken“ (Die Grünen, Die Linke). Post-politische, mediale Politik mit in homöopathischen Dosen vorhandenen sachpolitischen Elementen sowie Utopien beiderseits, die kaum realisierbar sind (hoffentlich!)

Auch wenn ich mich persönlich längst von dieser Partei abgewendet habe, so ist ihr – zumindest auf Bayern bezogen – zu wünschen, dass sie „den Schuss hört“ und erkennt, was die Stunde geschlagen hat. Halbheiten, Postulate für die Fanboys, Beschwichtigungen, kleine Kurskorrekturen für die Öffentlichkeit oder gar, wie üblich, Schuldzuweisungen an die Medien, sie stellten das nur so dar, kann man sich an dieser Stelle sparen.

Schafft es die AfD Bayern nicht, einen radikalen Kurswechsel einzuläuten, der zwingend eine Ablösung der Spitze des Landesvorstandes und der Fraktionsvorsitzenden Ebner-Steiner und eine Führung der sichbar hilflos taumelnden AfD-Landtagsfraktion (mit eindeutigem Konzept und entsprechenden Strategien) bedingt, nimmt man billigend in Kauf, dass die AfD Bayern sich selbst entbehrlich machen und am Ende um einen erneuten Einzug in den Landtag bangen wird.

Die Wagenburg-Mentalität von Martin Sichert und Petr Bystron, die ins selbe Horn blasen, zeigt deutlich, dass Beide keine Option sind, diese Aufgabe zu übernehmen.

Wachablösung in der AfD Bayern ist dringend angezeigt.

Das verlorene Vertrauen der Wähler-Klientel, zu der ich mich zähle, ist längst nicht mehr durch die AfD heilbar. Wir bleiben damit also politisch Heimatlose.

Als Schlussgedanke sei angemerkt, dass Wählerkritik ein wichtiges Regularium ist! Kritik innerhalb der AfD Bayern wird von Funktionären bzw. Mandatsträgern sanktioniert oder mit Sanktionen bedroht. Reflexion ist nicht erkennbar.

Fazit:

Die AfD-Fraktionsführung von Katrin Ebner-Steiner ist politischer Autismus…

… ohne Inselbegabung.

 

Anhang und Schlussbemerkung und der Vollständigkeit halber zu den beiden in diesem Artikel erwähnten Tweets (die exemplarisch stehen) und der diesen zugrundeliegenden Stuktur, die übrigens auf alle ähnlich ausgerichteten Parteianhänger zutrifft (siehe Schaubilder oben): vergleichen Sie den semi-religiösen Eifer von Grünen-/Linken- und AfD-Anhängern bitte mit dieser Checkliste, die Sektenbeauftrage zugrundelegen und die ich um „die Partei“ ergänzt habe -> Der sog. „mündige Bürger“ oder jener mit dem so oft zitierten „gesunden Menschenverstand“ kann sich hier nicht wiederfinden wollen.

  • Die Gruppe/die Partei gibt vor, Orientierung, Sinn und Geborgenheit zu bieten.
  • Schon der erste Kontakt eröffnet eine völlig neue Weltsicht; das Weltbild der Gruppe ist verblüffend einfach und scheint jedes Problem zu klären.
  • Die Gruppe/die Partei/die Fraktion hat einen Meister – Führer – Vater – Guru – Messias – Prophet – Vordenker, der allein im Besitz der ganzen Wahrheit ist, oft wie ein Gott verehrt wird, absoluten und bedenkenlosen Gehorsam verlangt und eine sehr autoritäre Führung praktiziert.
  • Alle außer der Gruppe/die Partei haben versagt (einschl. Kirche, Gesellschaft, Staat, Schule, Wissenschaft); die Welt treibt auf eine Katastrophe zu, nur die Gruppe/die Partei weiß, wie man sie bzw. sich noch retten kann.
  • Die Welt außerhalb der Gruppe/der Partei wird in dunklen Farben gemalt: Von dieser Welt (einschl. frühere Freunde und Verwandte) kapselt man sich weitgehend ab. Als besondere Feinde werden Kirchen und Psychologen.
  • Die Gruppe/die Partei sieht sich als Elite, die „wahre“ Familie; die übrige Welt wird als „draußen“ bezeichnet. Der einzelne Anhänger hat ein starkes Überlegenheits- und Auserwählungsgefühl.
  • Kritik und Ablehnung durch „Außenstehende“ ist gerade der Beweis, dass die Gruppe recht hat. Der einzelne wird angehalten, sich nicht zu sehr bzw. überhaupt nicht mit Kritik oder Kritikern zu beschäftigen.
  • Es ist ein privater Heilsweg; es geht darum, wie ich mich entwickle, die wahre Freiheit erlange… Der Dienst für die Mitmenschen bestehe in ihrer Missionierung. (Analog: „Das Vaterland muss gerettet werden“, Links: „Alles zum Wohle des Großen Ganzen – One World-Phantasien)
  • Wissenschaft und rationales Denken werden als negativ abgelehnt.
  • Die Gruppe/die Parteimitglieder kontrollieren sich untereinander.
  • Die Ziele der Gruppe stehen bei geschulten Mitgliedern an erster Stelle, vor den eigenen Verpflichtungen und Interessen, vor Familie, Schule, Beruf und der eigenen Gesundheit.
  • Zweifelt man, stellt sich der versprochene Erfolg nicht ein oder wird man nicht „geheilt“, so ist man selber schuld, weil man sich nicht genug einsetzt bzw. weil man nicht genug glaubt / betet / meditiert. Oder: den „Systemmedien glaubt“ Oder: „ein Nazi ist“.
  • Viele Sekten haben einen starken Finanz- und Wirtschaftssektor mit entsprechendem Besitz. (Spendenaffäre AfD, unbekannte Finanziers etc.) Von den meisten Sektengründern/Mandatsträgern ist dagegen bekannt, dass sie einen sehr exklusiven Lebensstil pflegen. Wasser predigen, Wein saufen. -> siehe „Kerosin-Katha“, siehe #LangstreckenLuisa, siehe Mandatsträger in der AfD.
  • Aktive Sektenmitglieder können schnell Anzeichen von Stress, Angst, Schuldgefühlen und Gesprächsunfähigkeit aufweisen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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