„Merkel hat keine umfassende Strategie gegen die Entsicherung von Lebensverhältnissen“

Eine Buchempfehlung von: Ao Krippner, [Tertium datur]

Der Journalist Stephan Hebel, langjähriger Redakteur, Leitartikler und Kommentaror dere Frankfurter Rundschau, hat in einem neuen Buch „Merkel – Bilanz und Erbe einer Kanzlerschaft“ (Westend Verlag, 14 Euro) eine erste Bilanz der Ära Merkel gezogen. Sein Urteil fällt hart aus: Die Kanzlerin habe Deutschland einen „Bärendienst“ erwiesen.

In einem Interview mit dem Münchner Merkur sagt Hebel, Merkel habe eine Mitverantwortung für den Aufstieg der AfD. Nicht zuletzt, weil sie keine „umfassende Strategie gegen die Entsicherung von Lebensverhältnissen“ gefunden habe. Hebels Kritik setzt am Politikstil Merkels an. Dieser habe Staat und Gesellschaft fatal geprägt, indem er – mit scheinbarer Alternativlosigkeit argumentierend – das Land entpolitisiert und damit blind gemacht habe für einen potenziell anderen Weg.

Hebel: „Sie war und ist eine Politikerin, die es in 13 Jahren Kanzlerschaft auf entscheidenden Politikfeldern versäumt hat, den Zusammenhalt der Gesellschaft entschieden zu stärken und die Lage der Menschen im Land zu verbessern.“

Rainer Volk von SWR2 schreibt als Fazit in seiner Buchbesprechung:

„Ein Pamphlet ist „Merkel – Bilanz und Erbe einer Kanzlerschaft“ jedenfalls nicht. Eher eine umstandslose Darlegung der Defizite und Bruchstellen einer Regierungsära. Da sie sich zudem extrem gut lesen lässt, eignet sie sich als kleines Gegengift. Sagen wir: Falls im Frühling – nach den Europawahlen – die Merkel-Ära wirklich Geschichte ist.“

Hebel publizierte bereits im Jahr 2013 ein Buch, das Merkel zum Thema hat. „Mutter Blamage. Warum die Nation Angela Merkel und ihre Politik nicht braucht“


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