Offener Brief: fristlose Kündigung meiner Mitgliederschaft in der WerteUnion

Menschen wachen auf,

wenn der Wecker klingelt

oder wenn aus Anspruch Wirklichkeit wird.

Oder: von der Degeneration eines guten politischen Projekts.

Teil 3

Eingangs meiner öffentlichen Austrittserklärung aus der WerteUnion e.V. lasse ich die WerteUnion selbst zu Wort kommen:

 

Und aus der Selbstbeschreibung der WerteUnion:

Ich habe nun vier Wochen mit diesem Offenen Brief gewartet. Worauf? Möglicherweise auf das Besinnen der Beteiligten auf das, was ihr eigener Anspruch ist, aber von nur kurzer Halbwertzeit war, was die Wirklichkeit angeht.

Vorwegschicken möchte ich meinen Ausführungen ein Zitat. Es stammt von Udo Kellmann, Schatzmeister der WerteUnion e.V.

„Weil ich kann.“

Dies war die Antwort auf meine Frage, warum meine Kritik in der Facebook-Gruppe „WerteUnion Members Only“ mit einem Rauswurf aus der Gruppe beantwortet wurde.

Wollen wir mal an dieser Stelle hoffen, dass die CDU, also die Partei von Kellmann, beim nächsten Parteitag die Satzungsänderung und damit den vereinfachten Parteiausschluss nicht auch mit diesem Satz begründen wird. In Planung ist eine entsprechende Satzungsänderung jedenfalls und ich kann sie keinesfalls gutheißen, wenn sie wegen parteiinterner Kritik auch exerziert würde. Kellmann, Baum, Steidl und Co müssten an dieser Stelle wegen dieses Ansinnens applaudieren.

„Warum werde ich aus der CDU ausgeschlossen?“ – „Weil wir können.“

Sollten dies im Falle des einen oder anderen WerteUnions-Mitglieds dann passieren: erinnern Sie sich bitte an diesen Offenen Brief.

Es ist freilich nicht schön, dass ich mich jetzt, nach Wochen, dazu aufgemacht habe, diese Betrachtungen und vor allem das in diesem dritten Teil Angeführte öffentlich zu äußern. Ich wähle aber damit den Weg, den diejenigen, „die können“, auch wählten, was mich angeht. Sie entschieden darüber, ob und wo Kritik geäußert werden darf und was mit Kritikern passieren wird.

Sie exerzierten ein Exempel.

Ich wähle jetzt den Weg der Veröffentlichung, weil mir das konservative Anliegen wichtig ist, und ich von ähnlich Denkenden hoffe, sie bleiben dabei, es auch zum Ausdruck zu bringen. Unbedingt. Unter allen Umständen.

Was war passiert? Was hatte ich kritisiert?

Bis Anfang Juli hatte mich diese Facebook-Gruppe nicht sonderlich interessiert. Sie hat knapp über 400 Mitglieder und unterscheidet sich in nichts von einer FB-Gruppe der AfD. Empörtes Posten von Presselinks, empörtes Antworten mit den üblichen Sprachschablonen. Kaum Diskussionen.

Anlässlich der Aufnahme einer prominenten AfD-Unterstützerin in die WerteUnion fragte ich dort kritisch, wie es zu solch einer Aufnahme komme. Und wie es dazu komme, dass diese AfD-Wahkämpferin sogleich nach der Aufnahme mittels eines Videos (welches nicht mal substanziell relevant war) in Szene gesetzt wurde.

Später erfuhr ich dann, dass es nur wenige, aber dafür heftige Stimmen gab, die sich gegen diese Aufnahme aussprachen. Die Meisten jedoch ahnten nichts davon, welche Dimension diese Aufnahme hat/te. Für mich ist diese Aufnahme überdies eine bewusste, aktive Türöffnung für die Netzwerke, die dieses Neumitglied mitbringt. Netzwerke, die sogar weit in rechtsextreme Ebenen hineinreichen. Wie ich in Teil 2 schrieb: wenn das so gewollt ist, dann ist es legitim. Dann jedoch ist die WerteUnion kein politischer Verein mehr, dessen Ziele sich mit meinen decken, und die WerteUnion wird damit ein Verein am Rande der Unionsparteien, der gezielt diese Kooperation forciert und damit Unionsmitglieder nicht nur in eine peinliche, sondern in eine gefährliche Situation und Erklärungsnöte bringt. Die politische Unschuld dieses Neumitgliedes ist längst verflogen.

Auch hier kann man durchaus anderer Ansicht sein und muss meine Kritik nicht teilen. So geht das halt „in der Politik“ und auch sonst im Leben.

Auszug aus meiner Mail (die sehr viel später – „aus Gründen“ – erfolgte) an den Bundesvorstand und an alle Landesvorstände:

„Ich nehme mir zukünftig heraus, die Aufnahme von XY – aus sehr guten Gründen – zu kritisieren und mich sogar dafür einzusetzen, dass sie und ihr Netzwerk sich nicht weiter über die WerteUnion stülpen können, sodass der letzte Ansatz des Konservativismus in der WerteUnion verbrannt und stigmatisiert wird.

Ich werde mich weiterhin öffentlich in den Social Media dafür einsetzen, dass die Frankfurter Erklärung ernstgemeint ist. Ich werde mich weiterhin und noch stärker als zuvor dafür einsetzen, dass dieses Framing „Kontaktschuld“ nichts anderes als die Verharmlosung Extremismus ist und das Verharmlosen von Kooperationen mit der AfD und all ihren rechtsradikalen Netzwerken im Hintergrund ist.“

Mein zweiter Kritikpunkt war kurz darauf ein Offener Brief der WerteUnion an den Präsidenten des Verfassungssschutzes, Haldenwang. Er wurde von wenigen Bundesvorständen unterzeichnet.

Ich äußerte mich in der Facebook-Gruppe dahingehend kritisch:

 

Was folgte, war eigentlich nur das Übliche, was sich in einer politisch etwas intellektuell eindimensional ausgestatteten FB-Gruppe zeigt:

Ad-hominem- und Ad-personam-Angriffe (ja, auch der Spruch mit dem Friseur, dem man das erzählen möge), despektierliche Angriffe auf mich als Frau (was auch nicht unüblich, also die Norm ist im Falle schlichter Gemüter), die üblichen Angriffe, man wolle mit der Kritik nur „spalten“ … bis hin zu eher kläglichen Versuchen, jemanden als „linksgrünversifft“ darzustellen. Also wie gesagt: das Übliche. Nichts Neues und damit nichts Aufregendes. Wer kritisiert, kann gut mit solch einem geistigen Tiefflug umgehen.

Was ich erst später erfuhr, war, dass sich diese Kritiker um die Kritisierten scharen und gemeinsam die Linie der WerteUnion bereits jetzt namhaft veränderten. Siehe auch Teil 2 meiner Ausführungen. Der Rest – immerhin über 400 WU-Mitglieder – schwieg … und tat gut daran.

Mein Posting, meine Kritik und die Frage nach Meinungen zu diesen Gedanken sind selbsterklärend. Die Pressefreiheit ist ein hohes Gut in unserer Demokratie. Auch und vor allem, wenn es politisch Andersdenkende betrifft. Der Inlandsnachrichtendienst sollte frei von politischem Lobbyismus und Einflussnahme sein. Die WerteUnion verlangt diese Einflussnahme geradezu, was kein Demokrat, der sich der FDGO bewusst ist, einfordern sollte.

Einer der Administratoren und Bundesvorstand, ebenfalls Unterzeichner des Briefes, mischte sich in die Diskussion ein, die ich versuchte, auf einer sachlichen Ebene weiterzuführen.

Auch bis dahin alles noch im Bereich der Norm in den Social Media. Wer Wind sät, erntet gewöhnlich Sturm. Auch wenn es einer im Wasserglas ist, wie im Falle der Diskursverweigerer in der WerteUnion.

Als ich dann darüber hinaus anführte, dass es sich bei den Unterzeichnern keineswegs um „den Bundesvorstand der WerteUnion“ handele, sondern zumindest ein Mitglied des Bundesvorstands illegitim im Amt sei, erfolgte mein Rauswurf aus der Gruppe.

„Weil ich es kann.“

Fakt ist jedoch: nach Rücktritt des Pressesprechers der WerteUnion Anfang des Jahres wurde das Amt neu besetzt. Die Satzung der WerteUnion sieht jedoch eine Selbstergänzung nicht vor. Diese müsste explizit Bestandteil der Satzung sein. So das Vereinsrecht. Vorstandsmitglieder können auf der Grundlage der geltenden Satzung nur durch die Mitgliederversammlung gewählt werden.

Man kritisiert also „Selbstermächtigung“ in der CDU, geht aber nicht anders in einem Verein vor, der antrat, all diese Dinge wieder ins rechte/richtige Lot zu bringen?

Das Amt des Pressesprechers wird durch Felix Schönherr „kommissarisch“ besetzt. Ein Umstand, der von der Satzung nicht gedeckt ist. Er kann die Aufgaben des Pressesprechers wahrnehmen, sich jedoch weder kommissarisch, noch faktisch in dessen Amt befinden. Dasselbe gilt für „Nachrückkandidaten“ in den erweiterten Bundesvorstand  (Beisitzer), die ebenfalls gem. Satzung nicht kooptiert hätten werden können. Die Satzung sieht lediglich vor, dass der Vorstand weitere Mitglieder in beratender Funktion in den Vorstand rufen kann, nicht jedoch auf die Posten von Vorstandsmitgliedern (Beisitzer, Pressesprecher etc). Es befinden sich also gegenwärtig einige Vorstandsmitglieder in Vorstandsämtern, obwohl dies die Satzung nicht vorsieht.

Dies aber nur eine Randnotiz, die allerdings vielsagend ist, will man Anspruch und Wirklichkeit der WerteUnion einer Nagelprobe unterziehen.

Die Mehrheit im Bundesvorstand der WerteUnion (auch hier: wohltuende Ausnahmen bestätigen die Regel) war vor der WU niemals politisch in Erscheinung getreten und wähnt sich jetzt aufgrund der Annahme, es läge an der eigenen Großartigkeit, auf Bundesebene in Erscheinung zu treten, in der Rolle von ernstzunehmenden Politikern. Dies quasi über Nacht und ohne Leistung. Die Idee von der eigenen Großartigkeit trübt zumeist den Verstand, und Mitglieder sind notwendige Verfügungsmasse, um diese Alltmachtsphantasien erst ausleben zu können. Es ist das Ikarus-Syndrom, dass politische Tieffliegern die Bodenhaftung verlieren, zu hoch hinauswollen, aber nur mit äußerstem Autoritätsgehabe – und nicht mit Expertise, Verstand, Instinkt und Niveau – solche Positionen erlangen und halten können. Immerhin: wir reden nur von einem politischen Verein. Kellmann, Baum, Steidl, Schönherr und Co, von denen in diesem dritten Teil die Rede ist, versuchen zu kaschieren, dass wirkliche Autorität erst durch Verdienste erlangt werden kann. Diese sind politisch nicht mal in homöopathischen Dosen nachzuweisen. Mit Ausnahme von Baum: immerhin muss man sehr stromlinienförmig und willig sein, um in jungen Jahren die Aufgabe einer Bürgermeisterin im Regime der DDR zugeteilt zu bekommen.
Nicht das Amt ehrt den Mann, sondern der Mann ehrt das Amt, heißt es. Das gilt auch für Frauen. Meine Erfahrungen beschreiben die Degeneration eines anfangs guten politischen Projekts.

Ich schrieb an den Bundesvorstand und konfrontierte unter anderem mit diesem Umstand. Antwort erhielt ich dann auf eine sehr befremdliche, geradezu skandalöse Art und Weise:

mein Telefon klingelte, was an sich noch nicht skandalös ist.

Zuerst wurde ich von einem Bundesvorstand belehrt, dass die Aufnahme von Mitglied XY doch unproblematisch sei. Ich wurde (ernsthaft!) gefragt, ob mir Franz Josef Strauß ein Begriff sei, wenn es um die Einschätzung der „rechten politischen Szene“ gehe. Ja, FJS sei mir flüchtig ein Begriff, antwortete ich. Schonmal gehört … oder so. (Aus Platzgründen erfolgt hier kein Foto meines CSU-Mitgliedsausweises. Und auch nicht meines Personalausweises mit Geburtsdatum, um zu belegen, dass ich FJS als aktiven Politiker nicht aus dem Kinderwagen heraus zugehört habe. Der Anrufer hingegen lebte zu FJS-Lebenszeiten noch hinter dem Eisernen Vorhang, während ich FJS „leibhaftig“ bei Veranstaltungen erlebt hatte. Seine Kollegin, die mich später dann noch anrufend beehrte, war seinerzeit noch ganz linientreu in der SED in Funktion. Aber … klar, „man wird ja mal fragen dürfen“.)

Der nächste Anruf, der erfolgte, war schon sehr „speziell“. Zunächst klingelte das Telefon im Minutentakt. Ich ging nicht ran, da ich gerade noch beruflich eingebunden war, was die Anruferin veranlasste, mein Telefon weiterhin penetrant über eine Stunde lang klingeln zu lassen. Eigentlich mag ich hartnäckige Menschen, bin ich doch selber solch einer. Allerdings mag ich auch Stil und Form.

Schließlich rief ich nach zwei Stunden zurück. Bislang kannte ich die Dame gar nicht. Sie war mir nie sonderlich als stellvertretende Vorsitzende der WU aufgefallen. Eine kurze Recherche vor meinem Rückruf ergab die bereits erwähnte SED-Mitgliedschaft und -Funktionärin. Ohne Anleitung kam die Dame sofort mit herrischem Ton zur Sache.

Ich hätte sofort und auf der Stelle meine Kontakte offenzulegen. Ja, ich kann mich auch wirklich gut naiv stellen. Wenn man von mir erwartet, dass ich es sei. Zumindest so naiv, wie mich die Dame offenkundig einschätzte. Man erfährt dann mitunter mehr als dem Anrufer lieb ist über dessen Motivation. Ich bot zunächst die Kontaktliste meiner Volleyballfreunde an, erwähnte aber explizit, dass ich meine Kontaktliste aus meinem Telefon doch besser nicht übermitteln wolle.

Ich wurde angeherrscht, sofort zu erklären, ob ich mit einem bestimmten Vorstandsmitglied (den Namen spare ich hier aus) Kontakte pflege. Der hätte mich doch sicherlich angestiftet, unberechtigterweise Kritik am „Haldenwang-Brief“ zu äußern. Ich sei instrumentalisiert worden. Ich verneinte freilich wahrheitsgemäß, indem ich erklärte, dass ich bereits ein großes Mädchen und selbstdenkend sei.

Das Telefonat wurde zunehmend unschön. Die Dame teilte mir mit, dass „sie es ja jetzt noch im Frieden versuche“ und ließ das „Aber“ im Raum ausschwingen.

Abgesehen davon, dass es zu den Gepflogenheiten auf dem politischen Parkett gehört, nur in Vertrauensverhältnissen über eigene politische Kontakte zu sprechen, nutzte ich das drohende „Aber“ dazu, meinen Teil zum Telefonat beizutragen. Wer mich kennt, weiß, dass auch ich über ein kräftiges Stimmchen verfüge, „wenn ich dann kann“. Ich konnte.

Später dann schrieb ich in einem Brief an alle Landes- und Bundesvorstände von diesem Telefonat und teilte mit, dass das Telefonat seitens der Anruferin wohl aufgrund der schlechten Wetterlage plötzlich und grußlos unterbrochen worden sein muss.

In diesem Brief schrieb ich über Kritik, über Stil und Form, über das, was sich die WerteUnion auf die Fahne geschrieben habe und was offenkundig gelebt wird.

Ich bat darum, dass trotz akuter Mitgliederbelästigung (also Belästigung der Vorstände durch Mitglieder) die Dame bitte davon absehen möge, jemals wieder meine Nummer zu wählen.

Ich schrieb noch einiges Weiteres in dem Brief, was sich in Teilen mit meinen Ausführungen in Teil 1 und Teil 2 deckt.

Ich erhielt daraufhin Mails und Anrufe. Konstruktive Mails und Anrufe aus Teilen der Vorstandschaften der WerteUnion, die mich in meiner Haltung bekräftigten. Erschreckend war jedoch, dass es sie nicht wunderte, einen solch nötigenden Anruf erhalten zu haben. Der Versuch der Einschüchterung war offenkundig und wohl übliche Manier.

Ich erhielt eine weitere Mail kurz darauf, die ich der Leserschaft nicht vorenthalten möchte. Sie zu veröffentlichen erlaube ich mir, da sie ja aus offizieller Funktion eines Vorstandsmitgliedes heraus (Beisitzer) an ein Mitglied gesendet wurde. Den Namen verkneife ich mir, denn grundsätzlich fand ich diese Mail dann doch sehr amüsant und zumindest als Anliegen freundlich vorgetragen. Rein rechtlich sehe ich deshalb kein Problem der Veröffentlichung, denn – wie gesagt – erfolgte die Mail von „offizieller Seite“ und war nicht privat. Die Mail konnte ich launig beantworten. Denn hätte ich sie ernstgenommen in ihrer Intention, so müsste ich wirklich zum Friseur – der grauen Haare wegen.

Später dann wurde mir berichtet, dass die ehemalige SED-Funktionärin mutmaßlich wohl direkt die Telefondrähte glühen ließ und schon die ersten verleumderischen Behauptungen unter die Leute brachte, was den charmanten Fragesteller dann in allerhöchster Sorge zu dieser Mail veranlasst haben mochte. Sagt man. Nix Genaues ist nicht g’wiss.

Lesen und urteilen Sie selbst: (Fragekatalog gekürzt. Antworten auszugsweise. Mich würde interessieren, was Sie, lieber Leser, gerade denken, wenn Sie den Fragekatalog lesen.)

„Sehe ich es richtig, dass Sie Mitglied der WerteUnion Deutschlands sind?

(Meine Antwort: Soweit ich weiß, gibt es nur die WerteUnion in Deutschland. Sollten Sie darüber hinaus planen, einen WerteUnion-Landesverband in Panama zu gründen, würde ich mich über eine Aufnahme dort sehr freuen. Wahlweise auch auf Tonga. Denn ich habe wenig Hoffnung, dass sich dieses Land noch so gestalten kann, wie ich es mir eigentlich wünsche. Es sei denn, die WerteUnion entwickelt endlich ein (wirkliches) Strategiepapier, mit dem es gelingen könnte, bis zum nächsten September das Unmögliche zu schaffen. Demzufolge kann ich Ihre Frage bejahen. (Auch wenn ich Bayern am liebsten – aufgrund der aktuellen politischen Lage – als BRD-exterritorial betrachten würde))
Seit wann?
Von wem wurden Sie diesbezügloch angesprochen, geworben? Wann?

(Meine Antwort: Ich lasse mich ungerne werben. Das hat schon bei den Zeugen Jehovas nicht funktioniert, die hier regelmäßig diesbezüglich vorsprechen.)
Sind Sie Mitglied der CDU oder CSU, oder einer ihrer Vereinigungen?
Seit wann?
Von welchem Journalisten haben Sie die in Ihrem unter anderem an den Bundesvorstand der WU gesandten Brief in der Einleitung erwähnten Informationen?
Haben Sie diese Informationen selbst überprüft?
Wenn ja, auf welche Weise und mit welchem Ergebnis?
Haben Sie Kontakte zum Konrad-Adenauer-Haus der CDU?

(Meine Antwort:

Nein. Sie?

Ich glaube, ich würde einer Einladung dorthin widerstehen können.)

Wenn ja, welche?
Haben Sie Kontakte zu Geschäftsführern der CDU Deutschlands, Landes- oder Bundesvorstandsmitglieder der CDU bzw. CSU Deutschlands, falls ja, zu welchen?
Hat der Journalist, der Sie ansprach, siehe oben, solche, wenn ja, welche?
Wie sehen Sie die Aufgabe, Funktion der WerteUnion Deutschlands im Verhältnis zu der CDU/CSU? Wie dieselbe im Parteienspektrum  der Bundesrepublik Deutschland?“

 

Ich antwortete, wie gesagt, gutgelaunt launig. Auch wenn sich mein privates Umfeld zu diesem Zeitpunkt schon die Haare raufte und im Sprung an die Zimmerdecke übte. Hinter jedem Mitglied steht ein soziales Umfeld. Ein Umstand, den die gegenwärtige Sonnenkönige in der WerteUnion nicht bedenken. Genauso wenig wie bedacht wurde, dass es Menschen gibt, die einen politischen Blog haben und darüber die Möglichkeit, sich zu äußern.

Zwischenzeitlich führte ich dann mehrere, wirklich gute Telefonate. So mit einem Unterzeichner des Pamphlets, Pardon, des Offenen Briefes an Haldenwang. Ein sehr reflektierter Geist in der Bundesvorstandschaft.

Dieser hatte sich angeboten, „diese Frau“ (also mich) zu kontaktieren, da ihm und allen anderen Bundes- und Landesvorständen vom (nicht wirklich amtierenden) Pressesprecher der WU, Felix Schönherr, glaubhaft versichert wurde, …

er habe aus glaubhafter Quelle den glaubhaften Beleg dafür bekommen, ich sei schwer psychisch erkrankt und außerdem würde mein Mann einer höchst dubiosen beruflichen Beschäftigung nachgehen.

Es wurde vorgeschlagen, aufgrund meiner psychischen Erkrankung und aufgrund der fragwürdigen Beschäftigung meines Mannes meine Mail an die Vorstände nicht ernstzunehmen, sondern mir die Möglichkeit zu nehmen, mich noch einmal zu äußern. Dies mittels einer Sperre meiner Mailadresse, sodass ich nicht noch einmal die Heiligen Virtuellen WU-Hallen mit kritischer Mitgliederbelästigung konfrontieren könnte. Dies wurde dann auch so exerziert, was mir allerdings von wohlwollender Seite „durchgestochen“ worden war, sodass ich über eine zweite Mailadresse ansetzte, die Situation zu deeskalieren.

Ich würde mal sagen: das war Eskalationsstufe 2. Dieser Verleumdung wollte sich Herr Schönherr im persönlichen Gespräch nicht stellen.  Ich bat ihn, sich zu erklären, wie er auf diese „Angaben aus sicherer Quelle“ komme und außerdem sei mir sehr daran gelegen, ja, es sei geradezu existenziell wichtig für mich, von den „dubiosen beruflichen Machenschaften“ meines Mannes zu erfahren, hätte ich ihm doch bislang immer blind vertraut, ausschließlich seinem seriösen Beruf nachzugehen.

Ich hoffe, auch Sie verstehen meine Sorge diesbezüglich, der ich mit nachdrücklicher Gesprächsbitte nachdrücklich Nachdruck verlieh.

Mutmaßlich wurde diese Nachdrücklichkeit als weiteres Indiz für meine fortgeschrittene desolate psychische Verfasstheit betrachtet. Mein „in dubiose Geschäfts verstrickter Mann“ fasste es allerdings als ein Indiz für meine überaus desolate psychische Verfasstheit auf, wenn ich es nicht getan hätte.

Sie sehen, lieber Leser: so unterschiedlich kann die Perspektive sein.

Vulgo: Pathologisieren eines Kritikers oder gar eines politischen Gegners (wenn ich denn nun wirklich einer gewesen wäre oder bin) ist wohl heute üblicher Teil des Repertoires in Zeiten von argumentlosen Politikerdarstellern.

Auch mein Hinweis darauf, dass es mit der Gegnerschaft doch irgendwann Realität werden könne, so man nicht mitversuche, meine Vorschläge zur Deeskalation konstruktiv aufzugreifen, versandete.

Die Diffamierung und Verleumdung „meines Mannes“ jedoch ist halt ebenso eine Dimension von strafrechtlicher Relevanz. Muss ich erwähnen, dass ich mir Fragen stellen lassen musste? Und zwar diesmal tatsächlich berechtigterweise die Frage danach, ob ich noch alle „Nadeln an der Tanne“ hätte, weiterhin Mitglied in solch einem unterirdisch verleumderisch vorgehenden Verein mit solch unterirdischen Methoden zu sein? Wie würde Ihre Frau/Ihr Mann reagieren? Sehen Sie …

Man darf ja immer mutmaßen. Man darf ruhig auch einen Kritiker in der üblichen Manier „Spalter“ nennen. Ist man Teil einer Sekte, ist das sogar überlebensnotwendig für die gemeinsame sakrosankte Agenda und das Fortbestehen von irgendwelchen Glaubensdingen.

Doch damit noch längst nicht genug. Ich führte wirklich gute Telefonate, die mir bestätigten, dass diese Methoden, die sich jetzt an mir zeigten, nichts Neues seien. Und dass man, wie ich, der Auffassung sei, man habe selbst mit dieser WerteUnion nichts mehr gemeinsam.

Stufe 3 folgte:

„Ich sage das jetzt noch im Frieden, aber …“

Was war passiert? Noch immer eigentlich gar nichts. Außer, dass ich nunmehr darauf bestand, dass Kritik wichtig sei, ich mir jedoch Verleumdungen entschieden verbitte.

Ja, Sie ahnen es schon:

Die Gruppe um die Verleumder herum fühlte sich nun motiviert, in besagter Facebook-Gruppe ihre Diffamierungskampagne fortzusetzen. Angeleitet von einem sich einen Tick zu harmlos und zu bedarft äußernden Admin, der damit und auch mit seinen Likes für „spezielle Spekulationen“ quasi als höchste und wissende Instanz die Diffamierungen befeuerte.

Wohlgemerkt: ich bin (auch) beruflich in der Politik beratend, coachend, begleitend tätig. Das Auditorium, also die Mitleserschaft dieses Spektakels waren mehr als 400 Unionsmitglieder, die potentiell zu meinem Klientenkreis zählen. Multipliziert man dann diesen Kreis, so kommt man rasch dazu, dass einigen Tausend Leuten diese Veröffentlichungen (Verleumdungen) aus dem Kreise der WU-Vorstände zu Gehör gebracht worden sind.

Diese waren beispielsweise die implizierenden Fragen des Bundesvorstandsmitgliedes Steidl danach, welcher verfassungswidrigen Organisation ich wohl angehöre und in welcher Form ich von diesen Organisationen wohl bezahlt würde.

Ich betone: hier wurde von einem der Unterzeichner des Haldenwang-Pamphlets bewusst in die Welt gesetzt, ich hätte Geldgeber, die nicht mehr auf dem Boden unserer Verfassung stünden und demzufolge „alte Bekannte“ des WU-Mitglieds Maaßen seien. Das ist eine Dimension, die nur einem sehr perfide funktionierenden Kopf entspringen kann. Es ging also um Alles: ums völlige Plattmachen einer Kritikerin. Bravo. Und alles von höchster Stelle: also aus dem Bundesvorstand heraus. Nicht von einem „normalen Mitglied“, sondern quasi offiziell mit Brief und Siegel. Immer implizierend, man wisse da mehr als das normale Mitglied, welches sich natürlich darauf verlässt, dass an diesen Äußerungen etwas dran sein muss.

Kellmann, Schatzmeister im Bundesvorstand, bestätigt. „Er muss es ja wissen“.

Zu guter Letzt, als sich ein WU-Mitglied mahnend einmischt und zwei der „Getreuen“ des Landesvorstands-NRW, die für diese Diffamierungskampagne offensichtlich instrumentalisiert wurden, beim Namen nennt, wird Tucholsky bemüht. Man empfindet, dass man mit dieser Schmutzkampagne im Recht ist. Der Schmutz ist der Kritiker. Derjenige, die Schmutzkampagnen nicht schätzt, hat einen schlechten Charakter.

 

Man vergleiche: AKK twittert, dass Mitsch sein Geld von solchen Organisationen erhält. Würde AKK das grundlos tun? Sicherlich nicht.

Auch hier scheiterte mein Ansinnen, mal mit Herrn Steidl ein Telefonat dazu zu führen, wie er auf diese Ideen komme und ob er nicht denke, dass er sich für diese Verleumdungen im selben Rahmen, in dem sie geäußert wurden, entschuldigen möge.

Das Telefonat endete nach weniger als 1 Minute damit, dass ich gefälligst mitzuarbeiten hätte in der WerteUnion. Alles darüber hinaus hätte ich nicht zu kritisieren, sondern einfach hinzunehmen. Auch hier: Schlechtwetterlage -> Leitung unterbrochen.

Besonders hervorheben möchte ich natürlich an dieser Stelle, dass der Herr, der mich anrief, um sich ein Bild von meiner schwerwiegenden psychischen Erkrankung zu machen, hernach berichten konnte, dass ich mich jetzt soooo krank gar nicht anhörte. Er habe immerhin über eine Stunde mit mir telefoniert und dies sehr tiefgründig politisch. Felix Schönherr, das mit den Ferndiagnosen lassen „wir“ mal bitte bleiben, ja? Sonst schwinge ich mich noch auf, selbige zu stellen.

Was liegt also jetzt vor?

Urteilen Sie selbst, ob das, was ich berichtete (und es ist nur ein Auszug weiterer Vorkommnisse mit demselben Tenor), mit dem, wofür die WerteUnion stehen will, übereinstimmt. Urteilen Sie selbst, wie die Merkel-Union mutmaßlich mit Kritikern umgeht und wie die WerteUnion.

Ich schrieb explizit wiederum an alle Vorstände, dass man jetzt doch mal damit beginnen möge, Nabelschau zu betreiben, und dass man bitte nicht weiter eskaliere, indem man diffamiere, verleumde und jemanden damit sogar sehenden Auges existenziell gefährde. Für eine Entschuldigung sei ich nicht nur offen, nein, ich erwarte sie sogar. Und dann könne man die Angelegenheit ad acta legen und zur politischen Tagesordnung übergehen. Der Sache wegen.

Ich schrieb davon, dass man eine Person, die zuvor gar keine in der WU war, zu einer machte. Ich schrieb davon, dass man nicht weiter eskalieren möge. Jedes weitere Wort jedoch führte dazu, dass man noch eine Schippe auflegte. „Weil ich es kann“

Am Ende dieses Artikels auszugsweise mein Appell.

Urteilen Sie selbst, ob Sie diesen Feldzug einfach hingenommen hätten. Bei mir war dann schließlich die Grenze so weit überschritten, sodass ich mich – wie angekündigt – im Falle, eine Entschuldigung und Richtigstellung erfolge nicht, zur Strafanzeige veranlasst sah. Da die Verleumdungen nur noch gesteigert wurden, führte ich dann ein Telefonat mit dem Staatsschutz, in dessen Zuständigkeit ich verwiesen wurde und der mir dringend zu Strafanzeigen riet.

Ich denke, nach weiterer Zeit des Nachdenkens, dass diese Strafanzeigen nötig sind. Nötig deshalb, weil ein Verein, der auszog, um politische Unarten anzuprangern, heute in einem Stadium ist, diese Unarten, Methoden und Einschüchterungen in nötigender und verleumdender Weise perfektioniert zu haben. Von politischer Wirkkraft reden wir an dieser Stelle längst nicht mehr.

Keiner der daran Beteiligten sollte jemals mehr die Begriffe „Konservativismus“, „Krtikfähigkeit“ oder gar „politischer Diskurs“ in den Mund nehmen.

Ich persönlich kann mir ausmalen, was in der WerteUnion los sein wird, wenn diese Praktiken Schule machen. Das ist ein Klima der Angst und der Einschüchterung jedem ernsthaften Kritiker gegenüber, der die zukünftige Linie der WerteUnion nicht mitgehen wird. Politik ist ein hartes Parkett. Ich bin diesbezüglich hartgesottene Diskussionspartnerin und streitbar. Nur: das Maß und der Bogen sind hier längst überspannt.

Ich schrieb diese drei Teile auch für diejenigen, die noch Mitglied der WerteUnion sind. Auch als Appell an sie/Sie, der letztlich dahingehend lautet, die eigene Position auf andere Weise, auf anderen Wegen zum Ausdruck zu bringen, als dies in einem Verein zu tun, der sich selbst mehr und mehr ins politische Abseits befördert, sich von konservativen Gedanken wohl längst entfernt hat, der mit Wertekonservativismus nichts, aber auch gar nichts zu tun hat. Das Problem an Vereinigungen und Parteien sind meistens nie die Positionen, sondern die Menschen. Es menschelt allenthalben. Auch dies schrieb ich an die Vorstände der WerteUnion. Hier ist niemand Säulenheiliger. Und ich lernte aber auch durch diese „Affäre“ Menschen kennen, die mich begeisterten und mich überzeugten. Die meine Haltung teilen und die aufrichtig und seriös an der Positionierung konservativer Politik interessiert sind.

Die hiermit Angesprochenen wissen, wen ich meine. Es gebietet mir, sie nicht namentlich zu nennen, weil … malen Sie es sich selbst aus, lieber Leser, liebe Leserin.

Derjenige, der wie ich offen und unverblümt jetzt die Dinge beim Namen nennt, ist ein Verräter. Jeder, der meine Ansichten teilt und sie schon längst vor mir dachte, ist ein Verräter „an der gemeinsamen Sache“. Das ist die logische Konsequenz daraus.

In diesem Fall ist der Kritiker ein Verräter. Kennen Sie das von irgendwo her? Richtig …

Und ja: ein alter Hut, mit dem man erhaben und gelassen lächelnd umgehen kann.

Ich schrieb diese drei Artikel auch für Konservative, die sich mit solchen Methoden nicht gemein machen und die um ihre eigene Stärke und ihr Selbstbewusstsein wissen, sodass solch ein Niveau gar nicht notwendig wird. Nur schwache, unsichere Menschen mit einer Prägung, die wir Konservative nicht unser Eigen nennen, agieren auf diese Art und Weise.

Mich sprach natürlich auch der 1. Vorsitzende der WerteUnion an und wollte mit mir über diese Dinge reden. Ich habe zu diesem Zeitpunkt jedoch dann abgelehnt mit dem Verweis darauf, dass dies unser beider Zeit nur stehle und ich auf eine Entschuldigung dieser im Bundesvorstand befindlichen Gruppe von Verleumdern warte. Dann sei die Angelegenheit aus der Welt.

Ich warte noch heute. Hörte allerdings vom 1. Vorsitzenden, dass diese Ereignisse ja nichts mit der WerteUnion zu tun hätten.

Danke, Herr Mitsch, für Ihr Gesprächsangebot. Wir hatten ja in der Folge noch mehrfach eine Erörterung der Vorkommnisse. Allerdings haben Sie Ihren Teil dazu beigetragen, dass die Verleumdung sich manifestieren konnte. Denn in (Nicht)Beantwortung meiner Punkte schrieben Sie lediglich an alle Vorstände, dass es doch immer wieder dasselbe sei: man kenne das ja. Es gäbe Kräfte, die gesteuert und eingesetzt seien, solch ein tolles und wichtiges Projekt wie die WerteUnion zu zerstören, zu spalten und politisch unwirksam zu machen.

Damit meinten Sie mich und bekräftigten damit die Verleumdungen, die man in der WerteUnion ab jetzt, ab da, wo Sie Ihren Segen dazugegeben haben, an jedem Kritiker ausagieren darf.

Nein, Herr Mitsch, politisch unwirksam machen Sie sich schon selber. Das kann die WerteUnion ganz alleine, ohne Hilfe aus dem Maximilianeum oder den Konrad-Adener-Haus oder gar mithilfe von verfassungsfeindlichen Organisationen, denen mich einer Ihrer Mitstreiter kurzerhand zuordnete.

Die WerteUnion passt schon, wie sie ist. Mehr kann sie offenkundig nicht. Ich hingegen passe nicht zu solchen Methoden und zu Menschen, die solche Methoden anwenden.

Ich kann Ihnen noch etwas zum Abschied dalassen – außer meinen Betrachtungen in meinen Mails und in diesem dreiteiligen Artikel:

Sie haben Ihren Einsatz verschlafen. Die Politik wird – hoffentlich auch im Sinne von uns Konservativen – weiter voranschreiten. Ich bin da guter Hoffnung, dass wir beim Wechsel der Personalie, der bevorsteht, Einschneidendes und einschneidend Konstruktives erleben werden. Diese Hoffnung richtet sich explizit ins Maximilianeum hinein.

Daran weiter zu glauben und daran mitzuwirken, kann in meinem Falle auch die WerteUnion nicht dadurch verhindern, dass das Ansehen des Konservativismus maßgeblich durch sie/Sie leidet und Schaden nimmt.

Ich erkläre hiermit und später noch per Mail meinen fristlosen Austritt aus der WerteUnion. Eine Kündigungsfrist einzuhalten bis zum Jahresende kann mir aufgrund des oben Geschilderten wahrlich kaum zugemutet werden.

Und nun: Feuer frei. Gehen wir in die nächste Runde dessen, dass und wie Sie und ihre Clique verhindern wollen, dass Kritik geäußert wird. Ich hätte da noch einige Anverwandte anzubieten, über die Ihr Pressesprecher vielleicht auch aus „sicherer Quelle“ gesicherte Erkenntnisse preisgeben kann. Aber ich warne schon vor: auch diese sind streitbar und standhaft.

Sie können es aber auch sein lassen und darüber nachdenken, dass Ihr eigenes, einst gutes Projekt bereits hirntot ist. Und warum dem so ist. Leider gibt es in diesem Falle eine zweite Chance für Sie nicht. Für mich hingegen schon: ich schwöre, so wahr ich hier schreibe. Ich werde noch politisch im Hintergrund wirken, wenn Sie Ihre politische Heimat woanders suchen müssen … Mit „konservativ“ war’s das dann aber für Sie und Ihre Mitstreiter. Diese Erde haben Sie selbst verbrannt.

Aber: auf verbrannter Erde vermögen vielleicht Andere noch Fruchtbares kultivieren. Die WerteUnion ist tot. Es lebe der Wertekonservativismus.

Die nächste Eskalationsstufe ist, wie die vorangegangenen, abermals in Ihrer Hand. Bislang beherrschten Sie dies zumindest gut.

Ich schriebe hier auf meinem Blog – als Nichtmehrmitglied der WerteUnion. Warum? Weil ich es kann.

 

Vor dem Auszug aus meiner Mail lasse ich Herrn Mitsch das letzte Wort:

 

Auszug aus meiner Mail an die WU-Vorstände:

„Man muss sich die Chronologie vor Augen führen: ein Mitglied maßt sich an, Kritik zu üben. Zunächst im Forum und dann in einer kurzen Mail. Daraufhin werde ich von Mitgliedern des Bundesvorstands massiv telefonisch behelligt und genötigt. Ich setze mich dagegen zur Wehr, indem ich den Inhalt allen Vorständen zur Kenntnis gebe. Nur einen Tag später setzt man dazu an, meine Existenz anzugreifen und zu zerstören. Nicht um meine Kritik oder nur meine Person (die sexistischen Kommentare Ihrer Mitspieler lasse ich da sogar mal außen vor, Herr Kellmann) daraus anzugreifen, sondern meine Existenz bewusst und vorsätzlich zu zerstören, indem man sogar veröffentlicht, ich würde einer verfassungsfeindlichen Organisation angehören.

Der Anlass meiner Kritik war nichtig. Meine Kritik war im Grunde irrelevant. Wie reagieren Teile aus Ihrem BuVo erst, wenn es wirklich um etwas Relevantes geht? Ich mag es mir nicht ausmalen!

Das ist also „die WerteUnion“?

Aber dass hier existenzielle Schädigung bewusst initiiert wird, ist nicht nur bedenklich, sondern einem Verein wie der WerteUnion unwürdig und eine Schande, da dies ganz offensichtlich zumindest durch Schweigen goutiert wird.

Freiheit statt Sozialismus ist nur eine Floskel. Ihr Gründungsmanifest, das sich christlich-humanistischen Werten verschreibt, demnach zumindest für diese Agitatoren ein Feigenblatt.

Ich schäme mich für Sie.

Ich kann da nur an Sie appellieren, diese Angelegenheit nicht letztlich auch zum Schaden der WerteUnion weiter zu eskalieren.

Ihr politisches Tun wird von der Presse kritisch begleitet. Ihr Privatleben bleibt davon aus Gründen der Ethik im Journalismus und mit dem Pressekodex begründet verschont. Deshalb sollten Sie mal darüber nachdenken, ob es opportun ist, mit solchen Methoden in mein Privatleben, in das Leben und die Existenz eines Mitglieds hinzueinwirken.

 

Verfahren Sie untereinander im Vorstand zukünftig ebenfalls so, falls es zu Konflikten kommt? Ich fürchte fast. Dann schaffen Sie ein Klima der Angst.

 

Denken Sie einmal darüber nach. Und denken Sie auch darüber nach, ob meine Kritik und die Kritik anderer Mitglieder aus notorischer Kritiksüchtigkeit heraus geäußert wird oder aber deshalb, um für das gemeinsame politische Ziel auch wirksam zu sein. Gegenwärtig sehe ich aufgrund der Vielzahl der aktivistischen Schnellschüsse keinerlei Wirksamkeit. Siehe Anmerkung: Marke WerteUnion leidet bzw. ist fast schon wirkungslos geworden. Mein subjektives Bild der WerteUnion ist gegenwärtig und überdies verheerend.

Nicht mehr so freundliche Grüße aus Oberbayern“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ein Kommentar

  • Eckhard Leuschner

    Wie könnte es soweit kommen? Ich muss meinen Respekt zollen . Wenn diese Dinge wirklich so passiert sein sollten ist dies nicht hinnehmbar. Ich würde mich freuen , wenn wir in Kontakt treten könnten
    Beste Grüße Eckhard Leuschner

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