„Rezo macht seine Firma platt?“

von: Redaktion [Tertium datur]

„Rezo macht seine Firma platt?“, so könnte die reißerische Frage eines Artikels lauten, der sich mit dem Geschäft von Rezo beschäftigt.

Unter www.rezo.de war bis vor wenigen Stunden noch der Online-Versandhandel des Youtube-Influencers und Werbe-Ikone Rezo erreichbar. Jetzt wurde er von Server genommen.

Wir möchten ja nicht unken, aber kurz nach dem Erscheinen des Rezo-Videos diskutierten wir bei Twitter kontrovers, ob denn das Geschäftsgebaren von Rezo wirklich den rechtlichen Bestimmungen und darin den Mindestanforderungen entspricht. Nicht nur, was das Video selbst, sondern auch, was den Versandhandel mit Merchandising-Produkten angeht.

Einhellige Meinung der Diskutanten war: „Ja, natürlich!“. Und wer Fragen stellt, der gehört in Zeiten des Rezo-Hype eindeutig zu den Ketzern, Partypoopsern und zu jenen, die nicht anerkennen wollen, dass Rezo der Heils- und Wahrheitsbringer unserer Tage um und durch die Europa-Wahlen be- und erwiesenermaßen ist.

Uns liegt es fern, eine Kunstfigur zu demontieren. Schon gar nicht auf dem Wege, in sämtliche Ritzen des Rezo-Webe“imperiums“ zu schlüpfen, um jedes Detail ans Licht zu zerren, das man dem jungen Propagandisten anlasten könnte. Uns liegt es ebenso fern, abmahnwürdige Inhalte oder Seiten abzumahnen. Wir halten es für unseriös, über solche Maßnahmen Nebenkriegsschauplätze zum Zwecke der Diffamierung aufzumachen.

Uns hingegen drohte man an, wegen eines nicht ausgeschriebenen Vornamens im Impressum unseres Blogs einen Abmahnanwalt in die Gänge zu bringen. Wer Sankt Rezo ein bisschen Wind hinbläst, der erntet wohl Sturm. (Wir bestehen jedoch darauf, dass Sie uns einen sehr freundlichen, umgänglichen Abmahnanwalt ins Haus schicken. Wir umgeben uns gerne mit freundlichen Menschen.)

Wir haben mit unserem vielfältigen Fragen und den kritischen Darstellungen wohl in ein Hornissennest der „ganz Großen“ hineingestochert. Auch das hält uns nicht davon ab, weiterhin unsere Fragen zu stellen, sollte es uns wichtig und richtig erscheinen.

Wir müssen jedoch gestehen, dass es sehr befremdlich auf uns wirkte, dass wir in diesen Diskussionen kritiklose Rezo-Apologeten – interessanterweise jeden Alters! – erlebten, die darauf bestanden, dass alles, was Rezo macht, wahrhaftig, faktenbasiert, gesetzeskonform, ja, geradezu sakrosankt ist.

Nun also hat Rezo seine „Firma plattgemacht“. Zumindest aber seine Website.

Deshalb freuen wir uns an dieser Stelle darüber, dass wir den jungen Propaganda-Recken wohl mit dem einen oder anderen Argument durchaus direkt via Twitter erreicht haben und beglückwünschen dazu, dass Popularität und das Rezo-Geschäftsmodell so gut funktionieren, sowie zu der Einsicht darin, dass darin durchaus die rechtlichen Bestimmungen dennoch eingehalten werden sollten.

Für uns steht nach wie vor im Raum – und wir wiederholen diese Frage gerne, auch wenn versucht wird, unsere Meinung keinem größeren Leserkreis mehr zugänglich zu machen (siehe der Offene Brief in Reaktion auf den Zensureingriff von Correctiv.org: hier klicken) – ob diese Kampagne mit dem Rezo-Video zumindest eine gewerbliche Wahlwerbebotschaft  gewesen sein könnte. Auch stellen wir weiterhin die Frage nach der Glaubwürdigkeit Rezos und jener „90+ Youtuber“ in Bezug auf das „Wasser predigen“ (hier klicken).

Unsere Reichweite wurde durch die Correctiv-Maßnahme nun vorsätzlich massiv eingeschränkt, wozu Correctiv ja auch steht, wenn sie das Label „Fake News“ vergeben. Von täglich 20.000 Lesern verblieben täglich immerhin noch 3.000. Da unser Blog nicht monetarisiert ist und wir kritische Geister erreichen möchten, freuen wir uns über jeden einzelnen unserer Leser sehr. Weniger ist oft sogar mehr.

 

Für die Interessieren noch die Fakten zum „Rezo-Shop“:

im Impressum ist/war lediglich eine Anschrift in Österreich, verantwortlich zeichnend für den schriftlichen Inhalt der Seiten nach dem TMG angeführt.

Der Firmensitz, der Gewerbetreibende, die Anschrift und Kontaktdaten sowie die Steuer-ID und noch weitere „Kleinigkeiten“ fanden sich dort nicht.

Lediglich in den Widerrufsbelehrungen zeigte sich Rezo unter Künstlernamen und mit Angabe einer Postfach-Anschrift bzw. einer E-Mail-Adresse.

Demzufolge gab es diese Firma irgendwie gar nicht (?).

 

 

 

 

 

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4 Kommentare

  • Theresa

    Hey,

    also, liebe Impressumsinhaberin dieser Seite. Ihre Frage ist aber schon ein Eigentor oder? Zunächst einmal Stand heute: 14.06 ist der Shop aufrufbar: https://www.rezo.de/. Vielleicht Sind Sie noch nicht so lange dabei, aber das im Netz ab und zu mal eine Seite geupdatet wird, ist nichts unnormales. Selbst bei Instagram oder anderen Seiten kann es mal zu einem Serverausfall kommen. Zweitens, Ihre Argumentationen sind echt irreführend, denn Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Auf der einen Seite, muss man über den Inhalt von Rezos Video diskutieren. Hier, so haben es prominente Wissenschaftler geäußert, stimmen viel Fakten insgesamt, auch wenn das ein oder andere überspitzt ist. Sie haben keinen Beweis, dass dieses Video von den Grünen finanziert wurde. Rezo sagt am Ende seines Videos, das am „Ehesten die Grünen oder vielleicht die Linke wählbar seien“. Aber dass auch diese bisher viel zuwenig und wesentlich krasser agieren müssten und blendet ja auch weitere kleine Parteien ein. However, selbst wenn unterstützt dann ändert es ja nichts an dem Inhalt.
    Nun zu dem Ünterstützernetzwerk. Über Sie als Impressumsinhaberin findet man nicht besonders viel. Ihre Datenschutzerklärung entspricht nicht dem aktuellen Stand, da Sie socialmedia-plugins wie facebook, twitter usw. einsetzen. Dies reicht ebenfalls nicht aus und muss entsprechend gemeldet werden. Es werden durch ihr WordPress Plugin im übrigen noch wesentlich mehr Plugins wie soundcloud etc. verwendet. Somit tracken Sie User ohne ihr Wissen. Ist okay, wenn man sich nicht auskennt aber wer im Glashaus sitzt sollte lieber erst mal vor der eigenen Haustüre kehren. Seriös ist jedenfalls anders. Und wenn Sie anderen unterstellen, dass Sie bezahlt werden, warum sind Sie eigentlich dann nicht das positive Gegenteil und werden transparent? Wieso haben Sie eine Unterseite mit „Über Uns“, wo am nur eine 404-Fehlermeldung kommt? Das einzige was man findet, ist, dass Sie Intuionskarten auf Amazon verkaufen. Und nun soll man Sie ernst nehmen? Das macht alles nur wenig Sinn. Aber es wäre praktisch zu wissen, warum man nicht der Annahme unterliegen sollte, dass Sie von der AFD bezahlt werden, weil denen das Video von Rezo nicht passt oder meinetwegen der CDU. Alle Vorwürfe die Sie also Rezo gegenüber äußern,…, können Sie selbst nicht gerecht werden. Sie haben keine ausreichenden Datenschutz Informationen, Sie haben ein unzureichendes Impressum, Sie geben keine Information zu sich bekannt usw. von mir aus kritisieren und diskutieren sie aber das was Sie machen ist nicht kritisch fragen sondern schlecht machen.

  • Pingback: Rezos Netzwerk – Die Hassrede

    • Sehr interessante Recherche.
      Ergänzung von unserer Seite: die tomekk media KG ist bzw. war im Impressum lediglich gem. Telemediengesetz angeführt. Das reicht natürlich nicht aus, um den erforderlichen gesetzlichen Richtlinien für Betreiber einer Website für einen Online-Shop gerecht zu werden. Die Verantwortlichkeit bezieht sich hier nur auf die schriftlichen Inhalte, nicht jedoch auf die Verkaufs- bzw. Gewerbetätigkeit. Im Falle Rezos: für einen Online-Handel mit Textilien bzw. Merchandising-Produkten. Schöne Grüße, [Tertium datur]-Redaktion

  • Pingback: „Rezo macht seine Firma platt?“ — [TERTIUM DATUR] Policy Consulting – Nicht-Linke Blogs

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